Neckarstadt-West

Neckarstadt Turnier „Sport statt Gewalt“ mit mehr als 150 Grundschülern

„Bananenkickers“ am Ende ganz vorn

Seit 2006 wird jährlich auf dem Gelände des MFC Phönix 02 e.V. das Turnier „Sport statt Gewalt“ ausgetragen – initiiert vom Quartiermanagement Herzogenried mit dem Polizeirevier Neckarstadt und dem MFC Phönix im Rahmen ihrer Gewaltpräventionsarbeit. Federführend in diesem Jahr waren das Quartiermanagement Herzogenried (Jennifer Yeboah) und das Quartierbüro Wohlgelegen (Benjamin Klingler). Teilnahmeberechtigt waren alle vierten Klassen der Neckarstädter Grundschulen.

Wegen der sommerlich heißen Temperaturen schickten aber nur die Erich-Kästner-Schule, die Käthe-Kollwitz-Schule und die Interkulturelle Waldorfschule ihre Kinder ins Rennen. Die insgesamt mehr als 150 Schüler maßen sich in zwei Wettbewerben: Fußball und Tauziehen. Die Sonne brannte vom Himmel, als Quartiermanager Benjamin Klingler die jungen Kicker zu „Fair Play“ aufforderte. Dazu gehörte mindestens ein Mädchen in jeder Mannschaft. Turnierleiter war der Vorsitzende des MFC Phönix, Thorsten Diener. Er erklärte die Spielregeln: Beispielsweise Begrüßung vor und nach dem Spiel und dass man dem Gegner hilft beim Aufstehen nach einem Foul. Die Jugendtrainer Erol Görgur und Markus Kieser sowie Schiedsrichter Sükrü Kestek vom MFC Phönix würden neben den jeweiligen Betreuern ein Auge auf die Spieler werfen, so Diener „Es geht nicht darum, dass sich der Stärkste durchsetzt, sondern um Fair Play“, betonte er.

Spielzeit verkürzt

Wegen der Hitze wurde die jeweilige Spielzeit auf zehn statt bisher 20 Minuten gekürzt. Außerdem machte Thorsten Diener zur Abkühlung die Wassersprenger am Spielfeldrand an. Jeweils vier Mannschaften kämpften auf zwei Kleinspielfeldern in der Gruppenphase gegeneinander. Auftaktspiele waren Bananenkicker (Käthe-Kollwitz-Schule) gegen EKS 1 (Erich-Kästner-Schule) und Legenden (Käthe-Kollwitz-Schule) gegen EKS 2. „Waldis vor, schießt ein Tor!“ feuerten die Cheerleaders der Interkulturellen Waldorfschule ihre Klassenkameraden an. „Wir haben gewonnen, schließlich sind wir fast alle in einem Sportverein“, strahlte Tyrese von den Bananenkickers. Die zwei besten Mannschaften beider Gruppen machten schließlich die drei vorderen Plätze unter sich aus.

Viel Spaß hatten die Grundschüler auch beim Tauziehen. „Wir haben zwar nicht beim Fußballspiel gewonnen, aber beim Tauziehen“ erzählten Zeynip, Marijan und Hussna vom FC KKG (Käthe-Kollwitz-Grundschule). Pausen überbrückte Quartiermanagerin Yeboah mit den Kindern mit wilden Tänzen mit lustigen Namen wie „Zahnseide“, „Orange“ oder „Looser“.

Den Fairnesspokal gewann die Mannschaft „Bananenkicker“ von der Käthe-Kollwitz-Schule. Die Pokale für alle Platzierungen und das Tauziehen hatte der Fachbereich SIMA der Stadt Mannheim gestiftet. Zum Abschluss des Turniers bekamen alle Teilnehmer schließlich noch ein T-Shirt als Erinnerung mit dem Aufdruck „Sport statt Gewalt 2019 – Ich war dabei“. Ermöglicht wurde dies durch das Diakonische Werk ost