Neckarstadt-West

Neckarstadt Kultur am Neckar mit bis zu 200 Besuchern

„Das ist ein Erfolg“

Archivartikel

Es ist eine besondere Stimmung: Der Neckar fließt ruhig gen Rhein, die Sonne geht im Nordwesten unter. Und auf dem Stufen vor dem Alten Meßplatz sitzen rund 150 Menschen und lauschen Tobias Bach. Der Sänger sitzt mit seiner E-Gitarre vor einer kleinen Holzbühne und singt Lieder, die er selbst komponiert hat.

Sein Konzert ist Teil der Reihe „Kultur am Neckar“, bei der wöchentlich Konzerte am alten Meßplatz stattfinden und auch Szenische Lesungen gegeben werden. „Für mich war es das erste Mal, dass ich hier gespielt habe. Und ich würde es sofort wieder machen“, sagt Bach und lobt die besondere Atmosphäre.

Seit dem 16. Mai finden die Konzert auf den Stufen am Messplatz statt. Organisiert wird das kleine Festival vom Quartiermanagement in der Neckarstadt-West, dem Kulturbüro der Stadt Mannheim sowie dem Konzertveranstalter Brandherd. „Wir haben die Kultur am Neckar vor drei Jahren initiiert“, erklärt Andreas Lindemann vom Quartiermanagement. „Wir wollten zeigen, dass die Neckarstadt-West mehr kann.“ Die habe damals vor allem durch Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht, „wir wollten etwas anderes etablieren.“ Und für Lindemann trägt das Projekt Früchte: „Wir haben in diesem Jahr konstant zwischen 150 und 200 Personen, die herkommen. Ich würde sagen, das ist ein Erfolg.“

Auch Bernhard Kreiter von Brandherd zeigt sich von der Idee überzeugt: „Wir wollen mit dem Festival eine Belebung des Neckarvorlandes erreichen, den Fluss in die Mitte der Stadt rücken.“ Die Vorschläge, welche Bands spielen sollen, kommen dabei von allen drei Projektpartnern: So hat Kreiter Tobias Bach für den Auftritt engagiert – die beiden kennen sich schon von früheren Konzerten, wie Bach verrät. Und Bachs Auftritt kommt an beim Publikum. Lautstark fordern sie eine Zugabe des jungen Künstlers, bis der endlich nachgibt: „Ich habe sonst Angst, dass ich gleich verprügelt werde.“

Dabei ist der Abend nach Bach noch gar nicht zu Ende, denn mit „Sinners & Saints“ spielt noch eine zweite Band: Perry Fowler und Mark Baran sind extra aus North-Carolina in den USA angereist und bringen das amerikanische Flair mit Folk- und Countrymusik gleich mit. Ein Kontrast zu eher ruhigen Aufritt von Tobias Bach, aber warum sollte es am Neckar auch eintönig sein? cvs