Neckarstadt-West

Neckarstadt Arbeitskreis Alter Messplatz tagte

Gastronomie ein Problem?

Vergeblich hatte sich der Arbeitskreis Alter Messplatz (AK) um die Ansiedlung der Stadtbibliothek auf der südlichen Platzhälfte bemüht. Hoffnung keimte auf, als es im Frühsommer hieß, das Institut für Deutsche Sprache werde sich dort ansiedeln (wir berichteten). Doch bei dem von Bund, Land und einer Stiftung unterstützten Projekt tat sich nun eine unerwartete Schwierigkeit auf.

Durch Einwände verzögert

„Die gute Nachricht ist, das Institut für Deutsche Sprache, die Stadt Mannheim und die Stiftung arbeiten weiter an dem Projekt“, erklärte Stadträtin Heidrun Kämper (SPD) bei der Sitzung des Arbeitskreises im Platzhaus. Bei einem Treffen hätten alle Projektbeteiligten erklärt, alles sei auf dem Weg. Verzögert werde das Vorhaben jedoch aufgrund bestimmter Einwände.

Stadtrat Reinhold Götz (SPD) erklärte dazu, dass ein Projektbeteiligter gegen eine Gastronomie im geplanten Gebäude sei. Die Neckarstädter aber hätten immer großen Wert darauf gelegt, dass der Platz durch eine Einrichtung mit Magnetfunktion, die geöffnet wird hin zum Stadtteil, belebt werde. Deshalb wolle man dort nicht nur Versammlungsräume, sondern auch eine Gastronomie.

Neckarvorland nutzen

AK-Sprecher Karl Lederle bestätigte: „Wir sind immer genau davon ausgegangen, ich kann jetzt nur hoffen, dass diese Klippe genommen wird“. Es würde der gewünschten Einrichtung die Funktion nehmen, wenn es dort keine Gastronomie gebe. „Je nachdem, was für eine Einrichtung, dem folgt natürlich auch das Umfeld“, meinte Lederle. Wichtig für AK-Mitglied Horst Fitterer ist, dass die Anwohner den Neckar nutzen können. „Wenn man dort was machen will, bietet sich eine Gastronomie an“, meinte er.

Dazu erklärte Stadtrat Götz, geplant im Sanierungsgebiet Neckarstadt-West sei eine Aufwertung des Neckarvorlandes. „Umso mehr bietet sich dort eine Gastronomie an“, fand der Stadtrat. Er sieht die Ansiedlung des Instituts für Deutsche Sprache am Neckar auch in Verbindung mit der Abendakademie und dem Marchivum, und hofft, „dass sich die Zusammenarbeit der Einrichtungen verbessern kann“.

Weil es sich hierbei um eine größere Investition handelt, hat Reinhold Götz bei der Stadtverwaltung nachgefragt. „Nachdem leider die Stadtbibliothek nicht mehr Thema ist, und diejenigen, die dagegen waren, sich nicht äußeren, hat auch die Verwaltung keine Objekte in der Pipeline, in der Planungs- und nicht mal in der Überlegungsphase“, bedauerte er. ost