Neckarstadt-West

Neckarstadt-West Geschätzte Kosten 1,4 Millionen Euro

MWSP soll Kaisergarten sanieren

Archivartikel

Zuletzt hatte es Irritationen zwischen der Stadt und dem Hausherrn, der der Katholischen Gesamtkirchengemeinde, gegeben. Nun steht der Kaisergarten in dieser Woche auf der Tagesordnung im Hauptausschuss des Gemeinderates. Die Politiker sollen entscheiden, ob aus dem leerstehenden Gemeindezentrum künftig ein „Kinder- und Jugendbildungshaus“ für die Neckarstadt-West werden kann.

Wie berichtet, ist die Katholische Kirche bereit, den Kaisergarten per Erbbaurechtsvertrag der Stadt zu überlassen. 400 Quadratmeter Fläche würden somit für die Bildungsarbeit – vor allem mit (Grundschul)-Kindern im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren – zur Verfügung stehen. Denkbar sind kulturelle und sportliche Angebote im Zusammenhang mit dem Stadtjugendring, den Horten oder der Stadtbibliothek – nachmittags zwischen 14 und 19 Uhr. Rund 100 Kinder könnte man damit erreichen, so die Vorstellung der Stadt. Kindergärten und Horten würde das Gebäude vormittags offen stehen.

Finanzierung aus Nachlassmitteln

Laut städtischer Vorlage soll die MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH (MWSP), eine Tochter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GBG das Haus sanieren. Sie übernimmt sowohl die architektonische Planung mit bürgerschaftlicher Beteiligung als auch die Zeitplanung bis zur Fertigstellung. Die Stadt will ein Betriebs- und Betreiberkonzept erarbeiten. Vorstellbar sei, dass die GBG dann Erbbauberechtigte werde und den Betrieb übernehme, heißt es. Die Leitung des Kinder- und Jugendbildungshauses soll durch den Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt erfolgen, der durch die Trägergemeinschaft aus Quartiermanagement, Bürgerhaus und MWSP unterstützt wird.

Die Finanzierung der Sanierung soll durch Nachlassmittel der Stadt erfolgen. Eine Machbarkeitsstudie der MWSP weist 1,4 Millionen Euro für die Sanierung auf. Eine konkrete Vereinbarung mit der katholischen Kirchengemeinde ist derzeit in Arbeit.