Neckarstadt-West

Neckarstadt-West Modernisierungsmaßnahmen an den Wohnblocks der GBG in der Untermühlaustraße abgeschlossen

Nun folgt die Außenanlage

2013 begann die GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mit der Sanierung der elf Wohnblocks in der Untermühlaustraße 70 bis 174. Mit der Fertigstellung von Wohnblock 170-174 ist jetzt die größte Maßnahme der GBG im Bereich Neckarstadt-West abgeschlossen. Mehr als elf Millionen Euro wurden in die Modernisierung der 198 Wohnungen in den Bestandsgebäuden aus den 1930er Jahren investiert.

Beim Blick zurück erklärte Oberbürgermeister Peter Kurz: „2012 standen wir vor der Frage, ob sanieren oder ob wir die viel befahrene Untermühlaustraße als Wohnlandschaft aufgibt, wegen der Lärmbelastung.“ Damals sei die Lage auf dem Wohnungsmarkt eine völlig andere gewesen. Heute sei man froh, dass man sich für die Sanierung entschieden habe. Zumal die Wohnlage nicht vergleichbar sei mit der gegenüberliegenden Straßenseite, wo der Wohnbestand zurückgebaut wurde.

„Die Wohnlage ist vertretbar, die Bewohner schätzen den Standort, es gab keinen Exodus“, berichtete das Stadtoberhaupt. Aus heutiger Sicht seien die 198 Wohneinheiten mit einer Mietobergrenze von 5,30 Euro pro Quadratmeter gesucht.

Insgesamt 11.55 Millionen Euro seien in die Modernisierungsmaßnahme geflossen. In die Gestaltung der Außenanlagen würden 2019/2020 noch mal eine Million Euro investiert. „Das ist eine deutliche Aufwertung des Standorts und ein gravierender Unterschied zum vorherigen Standard“, so Kurz. Die Bewohner hätten auch „deutlich positiv reagiert“. „Das Projekt über fünfeinhalb Jahre unter der „klassischen Überschrift soziale Stadt hat für großes Interesse bei den Bewohner und in unmittelbarer Nachbarschaft gesorgt“, sagte Kurz.

GBG-Geschäftsführer Karl-Heinz Frings berichtete: „Dies ist eine Maßnahme der Städtebauförderung.“ Das Projekt sei mit 2,61 Millionen Euro gefördert worden durch das Bund-Länder-Programm „Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt (SSP). „So konnten wir die Mietobergrenze von 5,30 Euro pro Quadratmeter auf zehn Jahre garantieren, mit einer möglichen Mietanpassung auf 0,10 Euro pro Jahr.“

Es gebe keine Leerstände mehr, sondern alle 165 Zweizimmerwohnungen mit 48 bis 50 Quadratmetern und 33 Dreizimmerwohnungen mit 62 bis 64 Quadratmetern seien vermietet. „Wichtig für uns als GBG ist, es gibt keine Unterschiede mehr in der Qualität“, betonte Frings. Alle Wohnungen erhielten moderne Bäder und eine Zentralheizung mit Anschluss an das Fernwärmenetz. Außerdem wurden Elektrik, Bodenbeläge und Türen erneuert. Bereits 2000 wurden neue Fenster eingebaut, nur die Fenster an den Giebelseiten wurden schalltechnisch nachgerüstet. Fassaden und Dachflächen wurden dem ursprünglichen Erscheinungsbild entsprechend überarbeitet. Die Giebelseiten wurden gedämmt und im oberen Bereich wurden Nistkästen für Gebäudebrüter eingebaut.

Gemeinsam mit der Stadt habe die GBG ein Quartierbüro eingerichtet, das die Bewohner während der Erneuerungsmaßnahme in bewohnten Zustand betreute, erklärte Frings. Für die vielen langjährigen Mieter sei das ein „gewaltiger Abschnitt“ gewesen. Gut ein Drittel der Bewohner, von denen viele Migrationshintergrund haben, sind in ihre alten Wohnungen zurückgekehrt. Die meisten anderen sind nach Umsetzung in andere Wohnungen im GBG-Bestand in den neuen Wohnungen geblieben.

Neue Wege und Spielplätze

2019/2020 werden noch die Außenflächen neu gestaltet. Frings erklärte: „Das Umfeld wird komplett erneuert und völlig neu geordnet; neue Wege werden angelegt, Aufenthaltsbereiche werden geschaffen und neue Spielplätze für unterschiedliche Altersgruppen.“

Die Anwohner identifizierten sich stark mit ihrer Siedlung und hätten sich dabei engagiert eingebracht. „Alles ist nach Plan gelaufen und die Bewohner können nun langfristig in einem zeitgemäßen Zuhause wohnen“, freute sich Frings.