Neckarstadt-West

Stadtteile Zusammenarbeit mit Quartiermanagement

Polizei will engere Kooperation

Archivartikel

In allen Mannheimer Stadtteilen will die Polizei enger mit den Akteuren vor Ort zusammenarbeiten, besonders mit dem Quartiermanagement. Das kündigte Polizeipräsident Andreas Stenger im Kulturausschuss des Gemeinderats an. Er reagierte damit auf einen Antrag der Grünen, die dazu ein Konzept gefordert hatten. Es sah insbesondere vor, die Kooperation zu institutionalisieren und gemeinsam regelmäßig Sicherheitsanalysen und Rundgänge im Quartier zu machen.

„Begegnungen erschwert“

„Auch wir wollen da eine bessere Verzahnung“, so Stenger. Teilweise laufe das längst, etwa zwischen den für die Ermittlungen in den Stadtteilen zuständigen Beamten des Bezirksdienstes der Reviere und den Quartiermanagern. Durch die Corona-Pandemie hätten einige geplante Gesprächsrunden aber nicht stattfinden können und Begegnungen seien erschwert worden, bedauerte der Polizeipräsident. „Wir werden da aber bei den institutionellen Strukturen nachschärfen“, versprach Stenger. Er denke etwa an einen regelmäßigen Gesprächskreis zwischen dem Quartiermanagement und den Leitern der Bezirksdienste der sieben Reviere. Gerade in der Neckarstadt-West und auf der Rheinau habe man da bereits gute Erfahrungen gemacht.

Schönau als Musterbeispiel

Als „Musterbeispiel“ einer guten Zusammenarbeit vor Ort lobte Erster Bürgermeister Christian Specht die Schönau. Dort hätten Quartiermanagement, Polizei, Bürger vor Ort und Stadtplanung gemeinsam die Umgestaltung des Umfelds der Endhaltestelle der Stadtbahn in Schönau-Mitte in Angriff genommen und dadurch „Unsicherheitsfaktoren“ beseitigt, sagte Specht.

SPD-Stadtrat Thorsten Riehle erinnerte daran, dass früher ältere Polizisten als „Kontaktbereichsbeamte“ in den Vororten zu Fuß auf Streife gewesen seien und durch ständige Gespräche ein enormes Wissen über Strukturen und Probleme gehabt hätten. „Das wollen wir revitalisieren“, versprach Stenger. Schließlich habe die Polizei auf die Fuß- und Radstreifen im Frühjahr, als sie zur Überwachung der Coronaregeln viel Präsenz zeigte, „so tolles Feedback bekommen“, dass er daran anknüpfen wolle.