Neckarstadt-West

Richtiger Ansatz

Heiko Brohm zu den geförderten Projekten

 

Wer in einer Stadt etwas zum Positiven verändern möchte, der muss anpacken - und zwar an vielen Stellen gleichzeitig. Das ist der ursprüngliche Ansatz von Programmen wie "Soziale Stadt": Es soll Geld für städtebauliche Veränderungen geben, aber eben auch für Angebote, die die Städte mit Leben füllen und Probleme direkt angehen. Die beiden aktuellen Projekte zeigen, wie wichtig dieser Gedanke ist.

Beispiel Untermühlaustraße: Mit relativ wenigen Mittel soll hier ein Gartenprojekt entstehen, das helfen soll, aus den Bewohnern eine Gemeinschaft zu machen. Hier sind mit Sicherheit keine Wunder zu erwarten, aber kleine Schritte in Richtung eines besseren Zusammenlebens.

Beispiel Jungbusch: Hier ist die Problemlage deutlich komplizierter. In dem sich an vielen Stellen in völlig unterschiedliche Richtungen entwickelnden Stadtteil gibt es (sehr) junge Menschen, die in fataler Weise Drogen und Kriminalität als Ausweg aus ihrer Lebenssituation sehen. Hier soll ein neuer Ansatz versuchen, überhaupt erst einmal Kontakt zu diesen Jugendlichen herzustellen, was schwierig genug sein wird. Dann ist es das Ziel, den Betroffenen Auswege aufzuzeigen und ihnen auch vor Augen zu führen, wohin ihr Weg sonst führen könnte - ein Besuch in der JVA gehört ebenfalls zu dem Programm.

Diese Zielgruppen direkt anzusprechen um Stadtteile wie den Jungbusch oder die Neckarstadt-West zu stabilisieren: Das ist gut investiertes Geld.

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