Neckarstadt-West

Neckarstadt Kiwanis-Club fördert Mentoren-Projekt / Jede Woche ein Treffen

Schüler helfen Schülern

Brigitte Bauder-Zutavern zeigte sich zuversichtlich. „Das ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, meinte die Rektorin der Neckarschule. Beim Startschuss des Mentorenprojekts bedankte sich die Grundschulleiterin deshalb bei den Förderern von Kiwanis, die den frischgebackenen Mentoren der Realschule eine kleine Taschengeldaufbesserung garantieren. „Unser Ziel ist es, soziale Projekte an Schulen zu unterstützen“, meinte Petra Wüste, Präsidentin des Kiwanis-Club Mannheim-Kurpfalz. „Deswegen sponsern wir diese Mentoren-Idee gerne“, unterstrich gleichfalls ihr Schriftführer Dieter Strefler. Der eigentliche Träger des Projekts ist jedoch der Nachwuchs der Marie-Curie-Realschule. Die Grund- und die Realschule stehen in naher Nachbarschaft am Neumarkt in der Neckarstadt-West. Kurze Wege sind daher garantiert. Bereits im vergangenen Schulhalbjahr waren ausgewählte Mädchen und Jungen von Marie-Curie durch Mitarbeiter von QuiSt, der Qualifizierungsinitiative im Stadtteil, zu Mentoren geschult worden.

Kommunikationsübungen und Konflikttraining seien unter anderem Inhalt des Mentorentrainings gewesen, wie Tim Wurth und Lejla Nöske-Habibovic von QuiSt berichteten. „Auch Regeln sind wichtig“, betonte das Duo. Im zweiten Halbjahr werden die Realschüler das Wissen in die Praxis umsetzen. Profitieren sollen davon die Kinder der Neckarschule. „Wir wollen den Grundschülern helfen, damit sie auf die Realschule kommen“, lautete das Credo von Hanim und Kübra. „Herkunft ist nicht wichtig, alle können es schaffen“, hob ebenso die 15-jährige Dzhumasie hervor. Die 13-jährige Nourhan möchte deshalb genauso wie die anderen Mentoren der Realschule interkulturelle Brücken bauen. Sie sei seit einem Jahr auf der Realschule und wisse um die Schwierigkeiten zu Beginn.

„Ich habe schon meiner kleinen Schwester Nachhilfe gegeben“, kann dagegen Bilal auf Erfahrungen zurückgreifen. „Ich bin in allen Fächern gut“, zeigte sich der 13-Jährige selbstbewusst. Die Mentoren treffen sich einmal pro Woche mit den Grundschülern und helfen bei den Hausaufgaben. „Wenn Zeit bleibt, spielen wir aber auch Spiele“, sagte Bilal. „Ich kann mich selbst noch gut an den Übergang erinnern“, erzählte Bauder-Zutavern. Sie besuchte damals die Humboldt-Realschule. „Die fünfte Klasse war schwierig.“ Vor allem das neu hinzugekommene Fach Englisch hätte für sie durchaus eine Herausforderung bedeutet. „Für den Grundschulnachwuchs ist das Mentorenprojekt deshalb eine tolle Chance“, sagte die Rektorin.