Neckarstadt-West

Neckarstadt-West Bei der Sitzung des Bezirksbeirats berichtet die Kommune über geplante Maßnahmen der Stadterneuerung

Stadt: „Wir wollen keine Shisha-Bar“

Archivartikel

Ab 28. Juni gilt durchgehend Tempo 30 auf der Dammstraße: Zu Beginn der von Stadtrat Thorsten Riehle geleiteten Bezirksbeiratssitzung berichteten Natalia Papadopoulos und Petar Drakul von der Steuerungsgruppe Lokale Stadterneuerung (LOS) Neckarstadt-West über die Entwicklung. Die Umstrukturierung der Parkierung hat begonnen, der Durchbruch zum Neckar ist erfolgt, ebenso die Fahrradführung.

Bis Ende Juni soll die Baumaßnahme fertig sein. So lange werden Fahrräder auf die Dammstraße umgeleitet. Bis zum 15. Juli soll auch die Beleuchtung auf dem Neckardamm erstrahlen. Alter Messplatz und südlich Platzhälfte werden außerdem besser miteinander verbunden und die Querung zum Neckarvorland erleichtert. Der Bolzplatz wurde bereits eingeweiht.

Veränderungen am Neumarkt

Ende Juni wird zudem der Platz vor der Neckarschule zu einem freien öffentlichen Raum: Zur farblichen Gestaltung wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Die Umsetzung erfolgt mit den Bewohnern. Der Platz vor dem Bürgerhaus soll im Oktober gesperrt werden. In der 25. Kalenderwoche wird eine öffentliche Toilette auf dem Neumarkt aufgestellt – auf Probe für sechs Monate. Die Reinigung übernimmt die Stadt. Aufgestellt werden in Kürze auch die bunten Stadtmöbel aus der temporären Werkstatt in der ehemaligen Sparkasse. Zur Verbesserung der gewerblichen Situation insbesondere auf der Mittelstraße wird die Angebotsvielfalt erhöht – zusammen mit der Handwerkskammer. Die geplante Wegeführung für Kinder vom Erlenhof bis zum Neckarvorland mit infrastrukturellen Maßnahmen, wie Beschilderung und Piktogramme, soll bis Mitte Juli fertig sein.

Zum Kaisergarten erklärte Papadopoulos: „Der Vertrag mit der Kirche steht kurz vor der Unterzeichnung.“ Doch bis der Architekt mit seiner Planung beginnen könne, werde es voraussichtlich Sommer. Stadtrat Reinhold Götz war enttäuscht über den Zeitplan. Er befürchtet, dass die Sanierungsarbeiten für das geplante Kinder- und Bildungshaus erst im Herbst beginnen.

Mit Käufern wird gesprochen

Ein weiteres Thema war die Informationsvorlage zum Sanierungsgebiet Neckarstadt-West. „Im Bereich Wohnungspolitik hat die Stadt ein Vorkaufsrecht, mit jedem Erwerber wird gesprochen“, erklärte Drakul. Wenn die Stadt auf das Vorkaufsrecht verzichte, werde ein Abwendungsvertrag geschlossen. „Wir wollen keine Shisha-Bar“, betonte Drakul. Neun Abwendungsverträge seien bereits geschlossen „Es geht im Wesentlichen um das Thema Sanierung und den Mietpreis, der nach dem Mietspiegel zu richten ist“, so Drakul. Bürger kritisierten, dass die Mieter bei Gesprächen mit den Eigentümern nicht einbezogen würden. Drakul versprach, das zu prüfen. Die GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft beobachte die Mieterstruktur. Ziel sei, die hohe Fluktuation zu bremsen.