Neckarstadt-West

Neckarstadt Protestanten feiern in Paul-Gerhardt

Tag zur Vertiefung des Glaubens

Archivartikel

„Jesus verbindet“ – unter diesem Motto stand der Christustag, den Protestanten in der Paul-Gerhardt-Gemeinde gefeiert haben. „Der Tag ist als so genannter Impulstag gedacht, für Gläubige. Er steht jedes Jahr unter einem bestimmten Motto. Neben der Vertiefung des Glaubens dient er auch dazu die Gemeinschaft zu fördern“, berichtete Pfarrer Ferdinand Schubert, der in diesem Jahr wohl zum letzten Mal diesen Tag organisierte.

„Da ist es doch selbstverständlich, dass ich als Referent hier bin und meinen alten Weggefährten unterstütze“, erklärte Pfarrer Jürgen Lauer aus Wiesenbach bei Heidelberg. Der 67-jährige Theologe war Religionslehrer am Gymnasium und Mitglied der badischen Landessynode und Leiter eines Workshops, der unter dem Thema „Gott, Jesus, wir und die anderen“ stand.

Treffen an 17 Orten

Überhaupt standen Workshops in diesem Jahr im Vordergrund der Arbeit der Christusbewegung. Rainer Nobiling, Physiker und Humanbiologe aus Heidelberg wählte das Thema „Gemeindebau: von Architekten und Biologen“. Der Vorsitzende des Süddeutschen Gemeindeverbandes, Dietmar Kamlah betreute das Thema „Schwangerschaft und Charismatik“. Die musikalische Untermalung des Eingangsgottesdienstes übernahm der Posaunenchor Neidenstein unter dem Dirigenten Achim Grab.

Rund 9000 Baden-Württemberger haben an die Christustage in Baden-Württemberg besucht, in Mannheim waren es allein gut 200. An 17 Orten fanden die fröhlichen Glaubenstreffen mit Musik und Gesang, mit Begegnung und Austausch, mit wegweisenden Informationen und biblischen Impulsen. Eingeladen hatten die Christusbewegung in folgende badischen Orte: Kraichtal-Gochsheim bei Bretten, St. Georgen im Schwarzwald, Mannheim, Karlsbad und Pforzheim-Eutingen.

Das Gotteshaus der Paul Gerhardt-Gemeinde war gut gefüllt, als Kamlah seine Einführungspredigt „Jesus verbindet Menschen“ hielt. Dabei betonte er unter anderem, der menschliche Körper sei ein „atemberaubendes Kunstwerk“, das aus 206 Knochen, 656 Muskeln und zwölf Organsystemen zusammen gefügt sei. In der Schöpfung gebe es keinen Vergleich außer der Frau, die Christus aus der Rippe des Mannes gestaltet habe, die diesem Antlitz gleich komme, führte Kamlah aus. „Das Ende der Wege Gottes ist die Leiblichkeit“ unterstrich der Theologe. Damit könne es Christus in der virtuellen Welt nicht geben, weil ihm die Leiblichkeit fehle, unterstrich Kamlah, dass an diesem Tag die Vertiefung des Glaubens eine wichtige Rolle spiele.

Studierende stellten das Friedrich-Hauß-Studienzentrum in Schriesheim vor „Es ist ist mehr als ein Wohnheim. Es ist ein theologisches Studienhaus – für Studenten der Theologie, die Pfarrer oder Religionslehrer werden möchten, aber auch für Studierende aller Fachrichtungen an Universität Heidelberg und Pädagogischer Hochschule.

Glaubensleben fördern

Im März 1970 schlossen sich in Baden Vertreter bekenntnistreuer Gruppen aus Kirche, Gemeinschaften und anderen freien Werken in der Verantwortung für unsere Gemeinden zusammen. Daraus entstand die Christusbewegung Baden. Ihre Grundlage ist es, „ein Glaubensleben fördern, das vom Wort Gottes und vom Gebet lebt und auf missionarischen Gemeindeaufbau hinzielt.“ has