Neckarstadt-West

Neckarstadt Kaffee und Kuchen mit dem Gesangverein

Winterfeier der Flora

Archivartikel

„Der Verein hat eine rasante Entwicklung vorzuweisen. Doch heute müssen wir um das Überleben kämpfen“, fasste Hubert Syrzisko, seit Februar 2019 erster Vorsitzender des Gesangvereins Flora 1872, die Geschichte seiner Chorgemeinschaft zusammen. „Wir forcieren das deutsche Liedgut und haben Spaß an Geselligkeit. Wir sind nicht mehr die Jüngsten, sondern reifer geworden“, schilderte Vorsitzender Syrzisko. Im Gemeindesaal der Bonifatius-Gemeinde zelebrierte der Gesangverein seine Winterfeier mit tradierten Liedern und dem Gastauftritt eines sechsköpfigen Streichensembles um Musiklehrer Christoph Müller.

Als Geschenk hatte Syrzisko einen Karton voll mit eigens gedruckten Taschenkalendern mit dem Logo des Gesangvereins vorne drauf für 2020 mitgebracht. „Der Kaffee ist fertig und der Kuchen aufgeschnitten. Die Schlacht an der Theke kann beginnen“, verkündete der Vorsitzende. Dabei stimmte der Männerchor unter Leitung von Dirigent Uwe Mansar verschiedene Lieder an wie „Hymne an die Nacht“ von Beethoven und das „Trommellied“ von Wolfgang Lüderitz.

„Stimme der Straße“ dabei

Zur perkussiven Unterstützung trommelte Schlagzeuger Damian Martus auf einer Snare-Drum für die singenden Herren. „Ich studiere gerade Pharmazie und werde im Mai fertig sein“, erzählte Martus, der ein Enkelsohn des Vorsitzenden ist und nach dem Studium als Apotheker arbeiten wird. Zwischendurch trug die Geschichtenerzählerin Malu Wünnenberg, die Schriftführerin des Vereins, die Kurzgeschichte „Der Mumpf“ von Kinderbuchautor Michael Ende vor, der vor wenigen Wochen 90 Jahre alt geworden wäre, jedoch bereits im August 1995 verstorben war. Innerhalb des Vereins sei Malu Wünnenberg, wie Syrzisko lobend hervorhob, als er die Schriftführerin für ihre zehnjährige Mitgliedschaft ehrte, für ihre „herrlichen Formulierungen“ bekannt.

Darüber hinaus trat das Streichsextett von Violinist Christoph Müller auf, der dem Orchester des Nationaltheaters angehört. Nach einem Vortrag von Jürgen Grohrock folgte ein musikalischer Beitrag des Vereins „Stimme der Straße“, zwei Mitglieder dieser Gruppe interpretierten eine deutschsprachige HipHop-Ballade und eine deutschsprachige Version des Leonard-Cohen-Klassikers „Hallelujah“. hfm