Neue Alben

Adel Tawil: "Alles lebt"

Archivartikel

Irgendwann wird man sich fragen, warum Popmusik in den späten 2010er Jahren so verhunzt geklungen hat – und selbst exzellente Sänger wie Adel Tawil ihre Stimmen mit Software wie Autotune glätten, verfremden oder sonstwie entstellen müssen. Das dritte Soloalbum Tawils ist davon im ersten Drittel stark befallen, was nur in einem futuristisch gedrehten Song wie „Liebe to go“ inhaltlich zu rechtfertigen ist. Dazu kultiviert der Duisburger Produzent Juh-Dee noch eine etwas unselige Vorliebe für die blechernen Beats der Mainsteeam-1980er. Schade, denn Tawils Songs und Texte hätten zum Großteil etwas Zeitloseres verdient. Zumal der Deutsch-Ägypter teilweise starke gesellschaftspolitische Akzente setzt („Atombombe“, „Wohin soll ich gehen“, „Sie rennt“).

Unsere Note: ★ ★

 

(Mächtig mies) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)