Neue Alben

Chrissie Hynde:„Valve Bone Woe“

Chrissie Hynde gelingt genau das, was Iggy Pop für sein aktuelles Album „Free“ verspricht: ein Jazz-Album.Und zwar ein bemerkenswertes. Denn die Frontfrau der Pretenders legt ein echtes Kunststück hin: In Zusammenarbeit mit dem Valve Bone Woe Ensemble interpretiert sie Lieder aus dem Spektrum von Rogers & Hammerstein und Frank Sinatra über Charlie Mingus und John Coltrane bis Nick Drake, Ray Davies oder Brian Wilson so hochklassig, dass sich Jazz-Puristen höchstens am authentischen Kitsch von Broadway-Nummern wie „Absent Minded Me“ stören können. Aber selbst die bekommen eine interessante improvisatorische Kante. Die altgedienten Hörer der 68-Jährigen werden staunen, wie nah Hynde an Spezialistinnen wie Melody Gardot kommt. Stark! (BMG Rights) (jpk) 

Unsere Note: ★ ★ ★ ★ ★

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)