Neue Alben

Enno Bunger: "Was berührt, das bleibt"

Enno Bunger zählt nicht zu den handelsüblichen Deutschpoppoeten. Sein Gesangston ist lakonisch, „Ohohoho“ und Soul-Emphase sind dem Nordlicht fremd. Der 32-Jährige Sänger und Keyboarder wird live auch eher bei Geschmacksmusikveranstaltungen vom Vereinsheim bis zur Seebühnenregatta auffällig. Mit Zeilen wie „Wir brennen nur noch durch, aber nie wieder aus“ oder „Wir wollen nichts mehr werden, wir wollen nur noch sein“ kann er trotzdem den Nerv einer nachhaltig denkenden Generation treffen. „Ponyhof“, ein Stück über die Freundschaft zu Drummer Nils Dietrich , stellt ihn in die Linie grandioser Geschichtenerzähler von Casper bis Olli Schulz. Dass dieses Album implizit den Krebstod von Dietrichs Frau zum roten Faden hat, macht den Titel ... bleibend berührend.

Unsere Note: ★ ★ ★ ★

 

(Muntermacher) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)