Neue Alben

Maffay rockt „Jetzt“ wie lange nicht

Deutschrock: Zum 70. Geburtstag lassen es der Altmeister und seine Band kräftig krachen

Am 70. Geburtstag im 50. Karrierejahr auf dem 36. Album ein Lied mit dem Titel „Für immer jung“ zu veröffentlichen, kann sich fast nur Peter Maffay leisten. Nicht nur, weil das Deutschrock-Urgestein mit „Jetzt“ das wohl sicherste Nummer-eins-Album des Jahres landen und damit seinen Rekord auf 19 Spitzenplätze ausbauen wird. Und auch nicht, weil er körperlich fast schon unverschämt fit wirkt. Tatsächlich klingt Maffay hier so frisch wie auf seiner erstaunlichen „MTV Unplugged“-Platte von 2017.

Dabei hatte der „Ewige Peter“ Deutschpopstar Johannes Oerding ungewöhnlich große Spielanteile eingeräumt – was wunderbar klang. Und Maffay war schon immer uneitel und aufgeschlossen genug, sich kongeniale Zuarbeiter fürs Songwriting zu holen – von Michael Kunze/Peter Orloff, Volker Lechtenbrink, Tony Carey und Johnny Tame über den zu Unrecht vergessenen Bernie Conrads oder Julia Neigel bis jetzt zu Oerding und dessen Co-Liedschreiber Benjamin Dernhoff.

Klare Haltung in den Texten

Das sorgt für gute Texte mit klarer Haltung und eingängige Lieder, die meist perfekt zu Maffays Stimme passen. Dass er mit seiner altgedienten Band es auf den meisten der 14 Titel rockig krachen lässt, wie seit Jahren nicht mehr, kann auch Hörern Spaß machen, die nicht zu seinen erklärten Fans gehören. (Red Rooster) jpk

Unsere Note: ★ ★ ★ ★

 

(Muntermacher) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)