Neue Alben

Max Herre: "Athen"

Archivartikel

Schon zu Freundeskreis-Zeiten stand Max Herre für erwachseneren Hip-Hop – was zumindest Mitte der 1990er in Deutschland ein Widerspruch in sich war. Inzwischen hat der Wahl-Berliner aus Stuttgart auch als Deutsch-Soul-Sänger alles bewiesen. Dementsprechend entspannt klingt sein viertes, sehr autobiografisches Solo-Studioalbum „Athen“. Dass es mit einer durch Autotune fast bis zur Unkenntlichkeit verfremdeten Stimme im Titelsong beginnt, ist verzeihlich, weil es hier dramaturgisch Sinn macht und mit Trettmann in „Villa auf der Klippe“ ein Meister des modulierten Sprechgesangs folgt. Insgesamt gelingt dem 46-Jährigen eine eher ruhige, atmosphärisch starke Platte, die bewusst nicht auf Hits zielt – trotz Gästen wie Dendemann, Megaloh, Monchi, Ok Kid oder Dirk von Lowtzow.

Unsere Note: ★ ★ ★ ★

 

(Muntermacher) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)