Neue Alben

Rainald Grebe: „Albanien“

Auf Landstrichen, über die Rainald Grebe schreibt, wächst kein Gras mehr: Nach Thüringen und Brandenburg lässt der Musikkabarettist, Theatermann und Liedermacher in „Albanien“ mit der rhetorischen Abrissbirne keinen Stein auf dem anderen – und nebenbei kaum ein gutes Haar an „der Region“ und dem „Volk“. Seine Lieder sind nie Wellness-Urlaube gewesen, jetzt ist die Tonalität passend zur Weltlage noch etwas härter und düsterer – inhaltlich wie musikalisch. Allerdings hat Grebe schon kohärentere und originellere Alben gemacht. Was daran liegt, dass er für „Albanien“ 17 unveröffentlichte Kompositionen und Versionen aus sieben Jahren mit seiner Band Kapelle der Versöhnung neu eingespielt hat. Das reißen starke Lieder wie „Der Bass muss laufen“ oder das melancholische „Raus in die Arena“ wieder raus.

Unsere Note: ★ ★ ★ ★

(Mittelmäßig) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)