Neue Alben

Tindersticks:„No Treasure But Hope“

Archivartikel

Diese Scheibe klingt nach Herbst, nun erscheint sie im Winter. Aber egal, sonnentrunkenen Gute-Laune-Pop haben die englischen Indie-Introvertierten um ihr Mastermind Stuart A. Staples ja noch nie produziert. Dieser Haltung bleiben sie sich auch auf „No Treasure But Hope“ treu und haben entgegen dem Album-Titel durchaus ein paar kleine Schätzchen mit im Gepäck, die sich wohltuend vom allgegenwärtigen Pop-Allerlei abheben und vor allem die Kammer-Version auftischen. Das gerät mit zurückhaltenden Gitarren und Klavier schön samtig bis angenehm schräg, Staples raunt und versucht sich auch in höheren Tonlagen. Diese Scheibe ist wie ein weicher Flokati-Teppich, in dem man immer wieder hineingreifen möchte – bis es Frühling wird. th

Unsere Note: ★ ★ ★ ★

 

(Muntermacher) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)