Neuostheim / Neuhermsheim

Neuostheim Jahreshauptversammlung des Stadtteilvereins / Großes Fest zum zehnjährigen Bestehen / Neckardamm Aufreger

„Das lassen wir uns nicht gefallen“

Archivartikel

„Mit 393 Mitgliedern ist der Stadtteilverein Neuostheim der größte und aktivste Bürgerverein in Mannheim – das sind circa 12,8 Prozent der Neuostheimer Bevölkerung“, erklärte der Vorsitzende Stefan Bickmann bei der konstruktiven und diskussionsfreudigen Mitgliederversammlung mit circa 50 Mitgliedern im Café Bistro ThomasCarree. Er hob das gute „Miteinander Füreinander“ – so das Motto – im Stadtteil hervor, das im zehnten Jahr des Bestehens des Vereins 2020 mit einem großen Fest gefeiert werden soll.

Flugblätter geplant

Doch nicht alles ist eitel Sonnenschein in dem beliebten Wohnquartier. Nach Sektempfang und musikalischer Einstimmung durch Cosima Grabs (Mezzosopran) und Johannes Merkle (Piano) wies der Vorsitzende auf die kritische Situation am Neckardamm hin, die den Neuostheimern seit langer Zeit unter den Nägeln brennt. Auf dem gemeinsamen Geh- und Radweg sei wegen der rücksichtlosen Radfahrer kein erholsamer Spaziergang möglich, so Bickmann. „Das geht schon jahrelang so und wir Bürger leiden darunter. Weil es keine Mehrheit für den von der Stadt vorgeschlagenen Radweg auf dem Damm und Fußweg im Neckarvorland gab, lässt die Stadt alles beim Alten. Das lassen wir uns das gefallen“, sagte Bickmann.

Die einzig mögliche Lösung sei es, das Paul-Martin-Ufer in eine Fahrradstraße umzuwandeln. Dann werde dort vielleicht auch das Schnellfahren gedrosselt. Mit Flugblättern, Unterschriften-Aktionen, Kundgebungen oder notfalls auch mit einer Besetzung des Neckardamms will der Stadtteilverein für eine Entzerrung der Situation kämpfen.

Erfolglose Hilferufe

„Neuostheim soll grün bleiben“ ist eine weitere Forderung des Stadtteilvereins. Doch stattdessen seien die Autobahn-Auf- und -Abfahrten schon seit vielen Jahren komplett vermüllt. Mehrere Hilferufe an Oberbürgermeister Peter Kurz, der selber Mitglied im Stadtteilverein ist, und Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala seien „erfolglos gewesen“.

Mit Sorge blickte der Vorsitzende auch auf die zurückgehende Zahl der Geschäfte, Lokale, Handwerker und Dienstleiter an der Dürerstraße: Getreu dem Motto des Stadtteilvereins „Miteinander Füreinander“ forderte Bickmann die Mitglieder auf, verstärkt die Angebote vor Ort zu nutzen.

Nach einstimmiger Entlastung Vorstandes, dankte er seinen Vorstandkollegen für ihr Engagement und die tolle Zusammenarbeit. Ein neues Projekt ist der geplante offene Bücherschrank, der in Kürze an der Ecke Lucas-Cranach-Straße/Dürerstarße aufgestellt werden soll.

Außerdem stellte der Vorsitzende das Programm für das laufende Jahr vor: Jeden ersten Mittwoch im Monat findet ein geselliger Bürgerstammtisch im Bistro Chez George auf der Dürerstraße statt. Bei schönem Wetter wird auch wieder der Bouletreff auf dem Baerwindplatz stattfinden (weitere Termine siehe Infokasten). ost