Neuostheim / Neuhermsheim

Neuhermsheim Bürgerinitiative sammelt Samstag Unterschriften

Neuer Jugendtreff am alten Standort?

Archivartikel

„Verhelft uns zum Jugendtreff“ mit großen Transparenten hatten Kinder und Jugendliche bei einer Kundgebung im letzten Jahr für einen festen Standort für den Jugendtreff in Neuhermsheim geworben und die Öffentlichkeit um Unterstützung gebeten. Und das mit Erfolg. Anfang dieses Jahres haben sechs engagierte Neuhermsheimer, ein Vater und fünf Mütter, eine Bürgerinitiative gegründet und eine Online-Petition gestartet, die inzwischen schon mehr als 200 Menschen unterschrieben haben.

Am Samstag, 6. April, von 10 bis 16 Uhr, sollen nun an einem Stand auf dem Gerd-Dehof-Platz-Unterschriften gesammelt werden. Auch auf dem Stadtteilfest in Neuhermsheim am 13. Juli will die Bürgerinitiative (BI) Präsenz zeigen. Denn Ende dieses Jahres endet der zunächst auf zwei Jahre befristete Vertrag für die im Januar 2018 gestartete Mobile Offene Jugendarbeit in Trägerschaft des Internationalen Bundes (IB).

Erfolgreiche Arbeit geht weiter

Wegen des Erfolges soll diese aber fortgeführt werden, hatte der Geschäftsführer des IB, Thomas Ackermann, bei der vergangenen Bezirksbeiratssitzung versichert. Zweimal in der Woche macht IB-Mitarbeiterin Mariella Klein mit Unterstützung durch engagierte Einrichtungen und Institutionen in Neuhermsheim Angebote für die jungen Menschen: Dienstags gibt es den für alle offenen Treff in der Thomasgemeinde von 15 bis 18 Uhr und mittwochs findet an der Johann-Peter-Hebelschule von 14.30 bis 17 Uhr eine AG für die Viertklässler der Schule statt.

Auch die Vereine in Neuhermsheim unterstützen die erfolgreiche Jugenarbeit von Mariella Klein. Hin und wieder können die Jugendlichen den Clubraum der SpVgg 07 nutzen. Außerdem besteht die Aussicht, dass sie noch in diesem Jahr eine Parzelle auf dem Gelände der Gartenfreunde Mannheim-Ost zur Verfügung gestellt bekommen.

„Doch Neuhermsheim ist der fünftkinderreichste Stadtteil Mannheims, daher reicht das nicht aus“, sagt BI-Sprecherin Sarah Kinzebach. Sie setzt ihre Hoffnung darauf, dass der ehemalige Standort im Lochgärtenweg auch der künftige sein könnte. „Das wird im Moment von der Stadt geprüft“, hatte Klemenz Hotz, Leiter der Jugendförderung der Stadt Mannheim, auf Anfrage des „Mannheimer Morgen“ erklärte. Dort gab es bereits einen festen Jugendtreff, ursprünglich getragen von der Evangelischen Kirche und zuletzt vom Diakonischen Werk. Der Container wurde geschlossen, als dieser nicht mehr beheizbar war. Weil aus baurechtlichen Gründen auf dem Grundstück an den Lochgärten weder ein Jugendtreff gebaut noch ein neuer Container aufgestellt werden darf, wurde im Stadtteil offene Jugendarbeit angeboten (wir berichteten). ost