Neuostheim / Neuhermsheim

Neuhermsheim Stadtteilfest bringt Menschen zusammen / Vereine präsentieren sich und ihre Arbeit

Spaß auf und vor der Bühne

Archivartikel

Das schöne Wetter hat viele Neuhermsheimer auf den Gerd-Dehof-Platz gelockt – zum zwölften Stadtteilfest. Während andernorts die Stadtteilfeste wegbrechen, weil ganze Vereine und große Firmen das Fest nicht mehr stemmen können, wird die Ausgabe in Neuhermsheim unter den Dehof-Arkaden von nur drei engagierten Bürgern in dem Quartier organisiert: Heike Becker, Volker Schwab und Heiko Striehl. „Und das obwohl der Gemeinderat am 1. Januar beschlossen hat, die Gebühren für solche Feste um 200 Prozent zu erhöhen“, so Striehl.

Im 150 Seiten umfassenden Zentrenkonzept hieße es zwar, die Vororte müssten gestärkt werden. „Doch das sind nichts als Worte“, ärgert sich Striehl. Bei der Eröffnung des Festes betonte Heike Becker: „Die Veranstaltung dient dazu, den Vereinen und Institutionen im Stadtteil eine Möglichkeit zu geben, sich und ihre Angebote vorzustellen.“ Es ist aber auch ein großes Stadtteilfest, das nicht nur Neuhermsheimer gerne aufsuchen. Bei der Eröffnung freute sich Moderator Schwab über zahlreiche Gäste. Dies lag unter anderem am bunten Bühnenprogramm mit Auftritten der Kindergarten- und Hortkinder, die das Publikum mit Liedern und Tänzen ebenso begeisterten wie die kleinen Tänzerinnen und Zumba-Kids der DJK St. Pius.

Kindern viel geboten

„Wieder war es toll zu beobachten, mit wie viel Spaß die Kinder dabei waren“, freute sich Uwe Becker, Rektor der Johann-Peter-Hebel-Schule. Durch das Angebot an Speisen wie etwa Bratwurst, Paella, Pommes, Kuchen oder Crêpes waren die Besucher gut versorgt. Ob in gemütlicher Runde das schöne Wetter genießen oder dem Programm auf der Bühne folgen – für jeden war etwas auf dem Gerd-Dehof-Platz dabei. Zudem sorgte eine Vielfalt an Ständen und Aktivitäten dafür, dass keine Langeweile bei Groß und Klein aufkam. Gül und Murat Vurucu, aber auch Andreas Bachert gefielen vor allem die vielen Angebote für Kinder, die von der Hüpfburg über Luftballon-Modellagen bis hin zum Kletterturm reichten.

Die Vereine und Institutionen aus dem Stadtteil nutzten die Veranstaltung, um über ihre Arbeit und ihre Angebote zu informieren, wie beispielsweise die BI NOBL – Bürgerinitiative Neuhermsheim ohne Bahnlärm. Viele lockten außerdem mit Aktivitäten: Zum ersten Mal dabei war Mariella Klein, die Leiterin der Mobilen Offenen Jugendarbeit Neuhermsheim, die neben Informationen über die Angebote zum kreativen Gestalten mit der Farbschleuder einlud. Einen Stand weiter hatten Jung und Alt Spaß beim Kistenrutschen der Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). „Wir informieren auch über unsere Arbeit. Viele wissen gar nicht, was die DLRG macht“, schilderte Marvin Scharfenberger. Andere Vereine und Institutionen trugen zum Gelingen des Festes bei – mit Essens- und Getränkeständen wie die SpVgg 07, die ihr neues Team vorstellte, oder der erst vor zwei Monaten gegründete Verein Inklusion im Sport.

„Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt“ tönte es laut: Die „Lödies“ der Löwenjäger tanzten in Blaumännern über die Bühne. Viel Beifall gab es für die Jungs der neuen Band „bluefire“. Die Acht- bis 13-Jährigen aus Neuhermsheim heizten dem Publikum ein. Nach den schwungvollen Rhythmen von „Gleis2A“ mit dem Neuhermsheimer Fabian Wolf gab Michael Christoph von der Polizei Tipps zum Einbruchschutz. Am Abend sorgte dann die Band Shebeen mit Frank Riley und Andrea Josten für Partystimmung. Organisatorin Becker dankte den Sponsoren, „ohne die ein solches Fest nicht möglich wäre, insbesondere der Firma Diringer & Scheidel, die den Platz und die Toilettenanlage wieder kostenlos zur Verfügung stellte“.