Olympia

Super-Donnerstag Sturmböen wirbeln Abläufe durcheinander

Ausrichter geraten in akute Zeitnot

Pyeongchang.Schneestürme auf der Slalom-Piste und im Biathlon-Stadion, Evakuierungen und umherfliegende Gegenstände im Olympiapark: Heftiger Wind hat am fünften Wettkampftag der Winterspiele in Pyeongchang erneut für viele Probleme gesorgt und bringt die Organisatoren mehr und mehr in Zeitnot. Nach Wettkampf-Absagen bei den Biathleten und Skirennfahrern kommt es in Südkorea nun zu einem Mega-Donnerstag für die deutsche Mannschaft – beste Gold-Chancen haben dann Laura Dahlmeier, Arnd Peiffer, Viktoria Rebensburg, Thomas Dreßen und das Rodel-Team.

Nachdem am Mittwoch aufgrund des schlechten Wetters zunächst der alpine Slalom bei den Frauen um zwei Tage nach hinten verlegt wurde, folgte wenig später das Einzel bei den Biathletinnen um Laura Dahlmeier. Die Doppel-Olympiasiegerin kann nun erst am Donnerstag nach ihrem dritten Gold greifen, kurz darauf folgen die Biathlon-Männer. Die Rodler sind im Team-Wettbewerb gefordert. Schon am koreanischen Morgen soll es außerdem für Rebensburg im Riesenslalom und die Speed-Herren mit Dreßen in der Abfahrt um Medaillen gehen. Falls es das Wetter zulässt.

Rückflüge verschoben

„Im alpinen Bereich wird es immer enger. Jetzt müssen wir bald in die Umsetzung kommen, sonst wird es wirklich knapp, alle Wettbewerbe durchzubekommen“, sagte Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds. „Man darf auch den logistischen Teil nicht unterschätzen. Viele müssen ihre Rückflüge neu ordnen. Der entscheidende Punkt ist, was ist für die Athleten zumutbar?“ Sprecher Mark Adams vom Internationalen Olympischen Komitee gab sich nach der Slalom-Absage gelassen: „Wenn der Wind ab nun 15 Tage weiter bläst, könnte es ein Problem werden. Aber derzeit ist alles okay.“

Von den Wetterkapriolen wollen sich die Deutschen nicht beeinflussen lassen, obwohl es bereits zur dritten Alpin-Rennabsage kam. „Vicky hat ihren Ablauf drin“, sagte Alpin-Chef Wolfgang Maier. Auch Biathletin Franziska Hildebrand nahm es locker: „Dann eben morgen.“ Weniger entspannt ging es im Olympiapark in Gangneung zu. Sturmböen führten dazu, dass auf dem Gelände ab dem Mittag für den Rest des Tages alle Aktivitäten gestoppt wurden. Besucher sollten die Eishallen in der Küstenregion zwischenzeitlich nicht mehr verlassen.