Oststadt / Schwetzingerstadt

Schwetzingerstadt Nach Lidl-Wiedereröffnung folgt eine Spende an das „Kinderparadies“

Für den guten Zweck an der Kasse

Seit 17. Mai hat der Lidl am Tattersall wieder geöffnet. Sechs Wochen lang wurde der Discounter aufgehübscht – innen und außen. Zur Wiedereröffnung setzte sich der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Thomas Hornung an die Kasse – 108 Euro strich er so für die Kita „Kinderparadies“ ein. Der Betrag wurde von der Firma Lidl auf 350 Euro aufgerundet und jetzt von Thomas Hornung an Manuela Reichart, die Leiterin der Evangelischen Tageseinrichtung für Kinder in der Rheinhäuserstraße, übergeben.

Dabei gehört die Arbeit als Kassierer sonst nicht zu den Aufgaben des Ortsverbandsvorsitzenden. Trotzdem hat der Stadtrat auf dem Stuhl an der Kasse des Lidl-Discounters Platz genommen. Allerdings nur für eine halbe Stunde, zudem durfte er das eingenommene Geld für einen guten Zweck spenden. Zur Wiedereröffnung des Marktes hatte sich Hornung gerne dazu überreden lassen. „Ich weiß, wie wichtig der Markt für die in der Schwetzingerstadt lebenden Menschen ist“, sagte der Stadtrat. Ab Ostern war der Discounter am Tattersall eine Baustelle: zunächst wurde innen, dann außen umgebaut. Sechs Wochen lang war er geschlossen, die Kunden mussten auf andere Märkte ausweichen. „Der nächste Supermarkt ist am Ende der Schwetzinger Straße. Das ist ein weiter Fußweg. Wir brauchen den Discounter hier am Tattersall. Vor allem, wenn die neuen Einwohner auf dem Postareal einziehen“, betonte Hornung. Dem städtischen Zentrenkonzept entsprechend, so der CDU-Politiker, habe man darauf geachtet, dass dort keine Konkurrenz zu den Geschäften in der Schwetzingerstadt entstehe.

Zu den Baumaßnahmen erklärte Gregor Blasczyk, Projektleiter Bau bei Lidl: Das Gebäude gibt es seit den 1960er Jahren. Seit 1987 erfolgten drinnen immer wieder kleine Umbaumaßnahmen. „Doch irgendwann musste es mal was richtig Modernes sein“, sagte Blasczyk. „Nach 30 Jahren wurde der Discounter aktualisiert – technisch, optisch und den gewachsenen Ansprüchen der Kunden entsprechend.“

Neue Technik

Der Fliesenboden wurde erneuert. Der Discounter wurde mit einer neuen Beleuchtung ausgestattet. Erneuert wurden auch Steuerung, Lüftung und Klimaanlage – mithin eine komplett neue Technik. Das Innere des 350 Quadratmeter großen Discounters erhielt zudem „ein neues Gesicht in alter Hülle“, so Blasczyk, denn auch das Mobiliar ist neu. Nur die Anordnung der Waren blieb. Aufgestockt wurde das Backsortiment von 18 auf 35 Artikel.

„Jetzt macht das Arbeiten hier noch mehr Spaß“, sagte Filialleiter Waldemar Koch.