Oststadt / Schwetzingerstadt

Oststadt Beim Pfingstturnier des TSV Mannheim zeigen die Mannschaften ansprechendes Hockey

Kampieren unter dem Fernmeldeturm

Über 340 Gäste wurden über Pfingsten auf der Anlage des TSV 1846 Mannheim unterm Fernmeldeturm bewirtschaftet. Die Gästemannschaften reisten aus Berlin, München, Düsseldorf, Köln, Hamburg oder aus Speyer an. Insgesamt 25- Mädchen- und Knabenmannschaften aus ganz Deutschland kämpften gegeneinander um den Sieg.

„Die sind alle zwischen 2008 und 2005 geboren und zeigen altersgerechtes Hockey“, erklärte Petra Besau, für die Organisation zuständig. Das Schönste für die Jungen und Mädchen an diesem Treffen. Sie dürfen mit ihren Betreuern über drei Tage auf dem Gelände kampieren. „Da ist man von zu Hause weg und erlebt doch so Einiges“, berichtet der elfjährige Spielführer des veranstaltenden TSV, Lukas Kremmling.

Die Zelte sind über das ganze Gelände verteilt. Was scheinbar ungeordnet aussieht, ist nach einem festen Plan verteilt. „Es gibt sogar einen Zeltplan, nachdem die Unterkünfte aufgestellt werden“, sagt Besau. „Am Abend kann es schon etwas länger laut sein“, meinen die 14-jährigen Silje und Lilia. Aber genau das mache das Treffen aus. „Es ist doch immer schön, Hockey zu spielen. Außerdem lernt man andere Leute kennen“, ergänzen die Zwei. Auch die Verpflegung kommt gut bei den Jugendlichen an. „Es gibt Pizza und Pommes. Dazu werden Waffeln angeboten. Davon wird man doch satt“, bescheinigt die zwölfjährige Josefine. Alle sind übrigens überzeugt, dass der TSV „der beste Verein der Welt ist.“ Ein weiterer Anreiz sei die große Tombola, bei der es als Hauptpreis ein Fahrrad zu gewinnen gab. „Das hat so richtig breite Reifen“, weiß der 13-jährige Emil. Es sei auch schön, zusammen mit der eigenen Mannschaft zu zelten, freut er sich über die drei Tage.

Alle helfen mit

Das Turnier selbst gibt es schon seit 20 Jahren. Besau berichtet: Aus kleinen, bescheidenen Anfängen habe sich die jetzige Größe entwickelt. „Hier trifft sich die ganze Hockeyfamilie gerne“, meint Steffi Rapp, die seit vielen Jahren alles mitorganisiert. „Hier helfen alle mit. Zum einen ist das eine Einnahmequelle für den Verein, zum anderen helfen hier viel Eltern ehrenamtlich mit“, weiß Rapp. Gerade bring ein Vater einen Kuchen mit, der anschließend gegen ein geringes Entgelt verkauft wird. Den Jungen und Mädchen schmeckt es sichtlich. Manche, wie Rotation Berlin oder der ESV München kommen schon seit Jahren unter den Fernmeldeturm: Andere, wie der Harvestehuder HC (Hamburg), gastieren zum ersten Mal auf der Sportanlage des TSV.

Monate zuvor habe das Organisationsteam des Vereins mit den Vorbereitungen begonnen, sagt Rapp. Dazu seien viele ehrenamtliche Helfer nötig: „Vor allem die Eltern der jungen Spieler engagieren sich hier“, erzählt die langjährige Helferin. Viel Gaudi gab es beim Spiel der Betreuer. „Das ist immer ein besonderes Ereignis, bei dem allein der Spaß im Vordergrund steht“, führt Besau aus.

Ach ja – Hockey gespielt wurde natürlich auch noch. Pünktlich um 11.30 Uhr starteten die Spiele auf den zwei Feldern der TSV-Anlage mit Spielen des heimischen Vereins gegen Rot-Weiß München, beziehungsweise den Hockeyclub Speyer. Das erste Tor des Turniers erzielt Lukas Kremmlich mit einem sehenswerten Solo zum spielentscheidenden 1:0.

Später an diesem Abend dauerte es natürlich etwas länger, bis Ruhe in den Zelten einkehrt war.