Oststadt / Schwetzingerstadt

Oststadt Neues Gebäude des Christuskindergartens entsteht in der Maximilianstraße / Kinder in Containern untergebracht

Kita spätestens Ende 2019 fertig

Mannheim.Eine Sanierung des Christuskindergartens in der Oststadt war sowieso angedacht. Dass nun das komplette Gebäude abgerissen und neu hochgezogen wird, hat wirtschaftliche Gründe. „Zunächst hatten wir eine Kernsanierung geplant, innen sollte alles neu werden“, erklärt Architektin Ulrike Wyrwoll beim Vor-Ort-Termin in der Maximilianstraße. Aber auch die Betonmauern waren sanierungsbedürftig – also haben sich die Verantwortlichen der Evangelischen Kirche zu einem Abriss und Neubau entschlossen.

Der Umzug der Kinder, die zurzeit in Containern am Unteren Luisenpark untergebracht sind (wir berichteten), ist für Ende 2019 angedacht. „Wir wollen aber eigentlich früher in das neue Gebäude“, sagt Sabine Zehenter, Abteilungsleiterin der Tageseinrichtungen für Kinder der Evangelischen Kirche Mannheim. „Zum September 2019 wäre ideal, nach der Sommerpause.“ Aber das sei ein „sportliches Ziel“.

Zurzeit plant Architektin Wyrwoll noch den Neubau. Zu den Kosten könne sie daher nichts sagen. Die Eckdaten der Räumlichkeiten seien allerdings klar: Das Gebäude wird 18 Meter in die Tiefe gehen und 13 Meter breit sein. Insgesamt wird der Kindergarten zweieinhalb geschossig, die dritte Etage besteht aus einer Dachterrasse, füllt daher nur die Hälfte der Fläche. Pro Geschoss haben die Kinder 225 Quadratmeter Platz, der Außenbereich ist 600 Quadratmeter groß. Besonders wichtig ist Sabine Zehenter aber die Barrierefreiheit, „das ist einfach ein Muss in der heutigen Zeit“, sagt sie. „Wir sind auch froh, dass wir einen barrierefreien Zugang zum Garten haben werden.“

Große Platane im Garten bleibt

Der hintere Bereich der Kita wird für die Kinder ein Spieleparadies. Dazu trägt auch die große Platane bei, die in der Ecke Schatten wirft. „Ein Sonnensegel ist beim Christuskindergarten nicht nötig, wir haben hier einen natürlichen Sonnenschutz – das ist wirklich toll“, sagt Zehenter. Der riesige Baum sollte unbedingt erhalten bleiben. „Das ist uns auch gelungen“, erklärt Wyrwoll. Der Baum und die Wurzeln wurden bei dem Abriss extra geschützt – das Gleiche wird auch während der Arbeiten des Neubaus passieren, sagen die Verantwortlichen. „Die Platane soll keinen Schaden nehmen“, so die Architektin. Der nächste Bauabschnitt ist der Keller. Damit beginnen die Arbeiter im Herbst beziehungsweise Winter. Anfang 2019 folgen dann die oberen Geschosse.

In dem Christuskindergarten gab es in dem alten Gebäude keine sogenannten Intensivräume, in die sich Kinder zum Malen, Spielen oder Ausruhen zurückziehen können. Solche Rückzugsorte neben den normalen Gruppenräumen wird es nun geben, erklärt Sabine Zehenter. „So haben auch die Erzieherinnen mehr Möglichkeiten, mit den Kindern kreativ zu arbeiten oder sich mit ihnen zu bewegen.“ Insgesamt werden 84 Kinder in der Kita betreut. Wenn das neue Gebäude steht, können mehr Eltern auf eine Ganztagsunterbringung zurückgreifen, sagt Zehenter.