Oststadt / Schwetzingerstadt

Schwetzingerstadt/Oststadt Abend an der Tulla-Realschule

Kunst trifft Musik – Musik trifft Kunst

Archivartikel

Kurz vor den Pfingstferien lud die Tulla-Realschule zu einem ereignisreichen KUnstMUsik-Abend ein: Musik trifft auf Bildende Kunst. Die musisch-künstlerischen Fächer gaben gemeinsam Einblick in ihr kreatives Schaffen. Eine große Bandbreite an farbenfrohen und unterhaltsamen musikalischen und künstlerischen Beiträgen wurde in den Klassenräumen und im Flur des Erdgeschosses sowie auf dem Treppenabsatz zum ersten Obergeschoss in einem gelungenen Miteinander präsentiert.

So wurde der Abend mit einer Performance zu Space-Musik eröffnet: „Was ist Kunst?“, fragt die „Skulptur“ auf dem Sockel im Eingangsbereich. „Kunst liegt im Auge des Betrachters. Kunst ist vielfältig, Kunst ist Ausdruck von Gefühlen und Gedanken. Kunst ist Freiheit.“ Maskierte Gestalten versuchen, die wild gestikulierende und mit zerrissenen Papierfetzen um sich werfende Figur zu fesseln. Die Performance führte in die erstmals nach langer Zeit wieder geöffnete Ausstellung „Schülerbilderwelten“ in der Galerie im Tulla ein, bei der Besucher Werke des Kunstnachwuchses bewundern konnten. Neben Malerei, Zeichnung und Collagen waren auch Kunst-Aktionen zu sehen. Die Ausstellung zeigte die Vielfalt des Kunstbegriffs und des Kunstunterrichts an der Tulla-Realschule.

Auch der Bereich Musik bot einen facettenreichen Einblick in seine Arbeit. Mit einem abwechslungsreichen Programm von Klassik bis Pop gaben die verschiedenen Ensembles ihr Können zum Besten: Die Djembe-AG unter Leitung von Anette Scherer-Bühler, Bläsergruppen, „Tulla Groove“ unter Leitung von Susanne Eisert-Müller, Chor und Band unter Leitung von Stephanie Reuther wechselten sich ab: Verschiedene Kompositionen, kreatives Malen nach Musik. fließende, fast hypnotische rhythmische Klangteppiche, noch dazu selbst erzeugte. Dazu digitale Produktions- und Aufnahmetechnik von Tullywood, der rührigen Videogruppe im Tulla.

Gar nicht abgehoben

Das alles hörte sich nach viel Anstrengung an. Doch es ist anders. Als gar nicht abgehoben empfanden die Schüler der Tulla-Realschule das Musik- und Kunstprogramm, das sie in den zurückliegenden Wochen über etliche Schulstunden stark beschäftigt hatte. Der zwölfjährige Ahmet etwa war in einer mehrköpfigen Gruppe unter Leitung von Richard Stihler, die mit Stabglocken Musik erzeugte. Jeder aus der Gruppe hielt dabei einen anderen Rhythmus, die Rhythmen überlagerten sich, das gab einen schönen Klang. Ahmet hatte das riesig Spaß gemacht.

Die elfjährige Esmaur dagegen hatte lieber gemalt und mit bunten Papierbändern ein farbenfrohes Muster gewebt. Festgehalten waren die hörbaren und sichtbaren Ergebnisse in einem Video, das ebenfalls am KUMU-Abend präsentiert wurde. Außerdem war der Galerie-Shop geöffnet, wo die Besucher kreative Geschenke erwerben konnten. ost