Oststadt / Schwetzingerstadt

Neckarstadt/Schwetzingerstadt/Oststadt/Neuostheim Lange Nacht der Kunst und Genüsse lockt viele Besucher

Prall gefüllte Läden und zufriedene Veranstalter

Die Lange Nacht der Kunst und Genüsse war ein voller Erfolg. Prall gefüllte Läden, eine breite Palette von verschiedensten Angeboten, Kunst und Musik, zufriedene Gesichter allerorten und bis in die späte Nacht hinein feiernde Gäste.

Zur Eröffnung der vierten Nacht in der Neckarstadt-Ost begrüßten Sabine und Armin Klotz in ihrem Friseursalon viele Besucher, allen voran CDU-Stadtrat Thomas Hornung als Festredner. „Nach 18 Teilnehmern im vergangenen Jahr konnten wir uns dieses Mal auf insgesamt 25 teilnehmende Gewerbebetriebe steigern“, freute sich Sabine Klotz. Stadtrat Hornung dankte den Organisatoren, neben Sabine und Armin Klotz auch Annette Weber, für ihren engagierten Einsatz. Umso mehr sei eine Initiative wie die Lange Nacht von der Politik zu unterstützen. Die Stadt biete den Gewerbetreibenden den entsprechenden Rahmen durch das neuaufgelegte Zentrenkonzept und indem sie für Sauberkeit sorge und für Sicherheit durch die neue Kameraüberwachung auf dem Alten Messplatz, so Hornung. Bei der Langen Nacht waren zahlreiche Teilnehmer der ersten Stunde dabei. Aber auch jede Menge neue Firmen weckten das Interesse der Besucher. Eine Neuentdeckung für Gisela Kerntke von KulturQuer/Querkultur e. V. war der Bridal Concept Store in der Uhlandstraße. Tobias Michel war begeistert vom Angebot bei „Zweiachtel“ in der Eichendorfstraße. „Die Lange Nacht ist eine coole Sache“, meinte der Seckenheimer.

Schwellenangst nehmen

Uwe Becker, Rektor der Johann-Hebel-Schule in Neuostheim, startete seinen Rundgang bei Black Bell Tattoo. „Die Lange Nacht ist für uns eine gute Gelegenheit, den Nachbarn und anderen Besuchern die Schwellenangst zu nehmen, denn wir machen nicht nur Tattoos, sondern bieten auch Kunst an“, sagten Mathias Horngacher und Mike Arthur.

Die Eröffnung der Langen Nacht in Schwetzingerstadt und Oststadt, die von der Aktionsgemeinschaft der Gewerbetreibenden Mannheim Ost e.V. (ADG) koordiniert wurde, fand zum zweiten Mal in der Friedenskirche statt, mit Musik und mehr als 100 Gästen. Erfreulich für den ADG-Vorsitzenden Ralf Knapp war, „dass sich die vielen kleinen mittelständischen Unternehmen in beeindruckender Vielfalt auch vielen Besuchern aus anderen Stadtteilen und Städten präsentieren konnten“.

Der ADG-Bus, der zwischen Schwetzingerstadt und Oststadt pendelte, drehte im Dauereinsatz Runden. Fast alle Veranstalter meldeten „die Hütte voll“ und äußerten sich zufrieden. Voll war es beispielsweise bei „Wohnhunger“ schon vor 18 Uhr, freute sich Inhaber Uwe Schellbach. Die Gäste zeigten sich begeistert: „Das ist mal was anderes“, sagte Tim Draeger aus Heidelberg. „Jedes Geschäft hat eine andere Idee und überall gibt es was anderes zu bestaunen“, schwärmte Rosemarie van der Heiden.

Nach langer Zeit wieder einmal dabei war das Wein Refugium. Seine Nachbarn hätten ihn gleichsam mitgerissen, sagte Inhaber Roland Brunner. Und wer glaubte, die Betriebe am Rande der Schwetzingerstadt und Oststadt hätten es schwer, der wurde eines Besseren belehrt. Bei „Hören² Hörakustik am Wasserturm“ waren die ersten Gäste bereits um 17 Uhr da. Auch der Inhaber vom „seven Day‘s Hotel“ am Tattersall, Marco Mirabello, nutzte mit Erfolg die Chance, sich den Nachbarn bekannt zu machen. Im Hinterhof an der Augusta Anlage brodelte es im „Hexenkessel“. „Das schmeckt superlecker“ lobte Nadja Riedel aus Freiburg die beiden Inhaber, Alexander von Osten und Jan Duda.

Munteres Treiben herrschte auch auf den Straßen in Neuostheim: Dort konnten sich vor allem neue und etablierte Gastronomen und eine Kaffeerösterei, aber auch das erst im April eröffnete Pflegeheim ThomasCarree und der 360 Mitglieder starke Stadtteilverein einem breiten Publikum präsentieren. Beliebter Treff am Ende des Rundgangs war für Meike Berning das Bistro Chez George, wo die Nachtschwärmer den Abend bei DJ- und Livemusik ausklingen ließen.