Oststadt / Schwetzingerstadt

Schwetzinger Stadt Grundschüler der Oststadt erleben Kunstunterricht in der Kunsthalle

Wahrnehmung mit allen Sinnen

Eine Woche lang hatten Grundschüler der dritten Klasse der Oststadt-Grundschule Kunstunterricht in der neuen Kunsthalle. Dabei durften sie inner- und außerhalb der Kunsthalle viel über die Werke erfahren, die die Sammlung beinhaltet und lernten selbst, mit verschiedenen Techniken umzugehen. Sie fertigten Porträts und Drucke des Wasserturms an. Am Ende erstellte sie eine Collage. Jetzt stellten die Schüler ihre Ergebnisse in der Kunsthalle ihren Eltern und den Lehrern vor.

Hautnahes Erleben

Die Kooperation zwischen der Oststadt-Grundschule und der Kunsthalle begann bereits im Schuljahr 2010/11 mit einer Pilotphase und gehört seither zum festen Projekt-Angebot für die dritten Klassen der Schule. Das Schulprofil der Oststadt-Grundschule schafft einen Rahmen für den mit dem Projekt verfolgten künstlerisch-kreativen und zugleich interdisziplinären Bildungsansatz. Im Mittelpunkt des Projektes stand die Erfahrung der eigenen Sinne angesichts der wechselnden Kunstwerke im Museum. Augen, Ohren, Nasen und Hände der Kinder waren gefragt, um Material und Oberflächen, Kompositionen und Inhalte verschiedener Werke „hautnah“ zu erleben.

Vom 18. bis zum 22. März kamen die Schüler der Klassen 3a und 3b jeden Tag in die neue Kunsthalle. Mit Hilfe unterschiedlicher methodischer Ansätze aus der Kunst-, Theater-, Spiel- und Erlebnispädagogik wurden die Kinder an ganz verschiedene Wahrnehmungsformen herangeführt und konnten ihre Eindrücke anschließend in eigenen Arbeiten kreativ umsetzen, erläuterte Dorothee Höfert, die Leiterin der Kunstvermittlung an der Kunsthalle.

Das architektonische Ensemble der Kunsthalle Mannheim aus Jugendstil-Bau und Neubau bietet außen und innen jede Menge spannende räumliche und künstlerische Eindrücke, die die Drittklässler aufgreifen und fantasievoll in eigenen Bildern und Objekten umsetzen konnten. Die Schüler berichteten aus dem Unterricht. Jeden Tag verbrachten sie 2,5 Stunden in dem vor Kunst strotzenden Gebäude.

Am Montag – da ist die Kunsthalle bekanntlich geschlossen – wurden bei eiskaltem regnerischen Wetter die Gebäude außen herum genauer inspiziert. Am Dienstag untersuchten die Schüler die quadratischen Teile, die Kuben, im Inneren. Am Mittwoch lag der Schwerpunkt auf dem Thema Porträt. In den Farben blau und orange wurden eigene Werke gefertigt. Donnerstags standen Drucke im Vordergrund und am Freitag Collagen. In Gruppen trugen die Schüler ihre Ergebnisse mit eigenen Texten vor.

Selbst mitgestalten

Vater Tim Magin fand das Projekt toll: „So werden Kinder an Kunst in ihrer ganzen Vielfalt herangeführt. Schön fand ich auch, dass die Kinder selbst mitgestalten konnten“. Mutter Gesa Herbig fand das Projekt ebenfalls „ganz toll“. Eigentlich müsste darauf noch viel mehr Zeit verwendet werden. Das Projekt sei eigentlich viel zu kurz gewesen. Tochter Anne(9) gefiel der Donnerstag am besten. Da durfte sie selbst malen.

Mit einem namhaften Betrag wurde die Projektarbeit aus dem kommunalen Budget der Stadt für den örtlichen Bezirksbeirates Schwetzingerstadt/Oststadt unterstützt. Zum ersten Mal war auch die Abendakademie mit an Bord und half bei der Organisation. Nachdem die Schüler ihre Arbeiten vorgestellt hatten, gab es eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken – eben wie bei einer echten Vernissage.