Oststadt / Schwetzingerstadt

Schwetzingerstadt/Oststadt Dauerregen am Samstagmittag trübt die Stimmung beim zweitägigen Stadtteilfest / Veranstalter ist dennoch zufrieden

„Wir sind noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen“

Archivartikel

Aufführungen von Tanz-, Gesang- und Musikgruppen von verschiedenen Schulen und Vereinen. sowie ein Open-Air-Konzert am Samstagabend, Festgottesdienst und Frühschoppenkonzert am Sonntag: Alles war aufs Beste vorbereitet, um das beliebte Stadtteilfest Schwetzingerstadt/Oststadt auf der Festmeile in der Otto-Beck-Straße zu feiern. Doch das Wetter machte dem Stadtteilfestverein als Veranstalter am Samstagmittag zunächst einen Strich durch die Rechnung.

Es regnete fast ununterbrochen. Buchstäblich ins Wasser fiel der beliebte Flohmarkt. Nur etwas mehr als ein Dutzend Tapeziertische standen auf der Otto-Beck-Straße, wo sonst bis zu 20 oder 30 Tische stehen. Eineinhalb Stunden nach Festbeginn baute auch Janina Klausnig als eine der Letzten ihren Stand ab. Das Programm, das anlässlich des 39. Stadtteilfeste ausgetüftelt worden war, musste notgedrungen zu Beginn in der Turnhalle der Pestalozzischule über die Bühne gehen – nicht nur wegen des Regens, sondern auch weil die Bühne erst zwei Stunden später als vereinbart kam. Schön war‘s trotzdem, darin waren sich alle einig. Zahlreiche Besucher waren trotz miesen Wetters gekommen.

Heiße Rhythmen am Abend

Vor allem die Eltern der Kinder wollten bei der Eröffnung durch die kleinen Sänger der Oststadtschule und beim lustigen Kindermusical „Villa Spooky“ der Pestalozzischule dabei sein. Zum Glück klarte es im Verlauf des Nachmittages auf. Und als das Tanzstudio Creadom zum Tanz einlud und der Trommelpalast mit heißen Rhythmen lockte, blieben die Besucher einfach mit Schirmen im Biergarten sitzen. „Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagte Organisator Thomas Saueressig.

Die Besucher waren begeistert. „Ich komme jedes Jahr zum Stadtteilfest, wegen der schönen Stimmung und des leckeren Essens“, sagte Agnieszka Bryl. „Hier trifft man sich und hat das Gefühl, zu Hause zu sein“, erklärte Serafettin Deger, der mit Tochter Tuana (7 Jahre) am Glücksrad der Aktionsgemeinschaft der Gewerbetreibendenden Mannheim Ost (ADG) drehte. Interessiert betrachteten die dreizehnjährige Katharina und ihre Freundin Sissi das Modell des neuen Jugendtreffs Schwetzingerstadt. Auf die Fragen der Mädels, wann es denn so weit sei, erklärte Ann-Kristin Risser, die Leiterin der Mobilen Jugendarbeit im Stadtteil: „In den ersten drei Wochen der Sommerferien beginnen die Abbrucharbeiten in der Wespinstraße, Ende nächsten Jahres soll der Jugendtreff fertig sein.“

Am Stand der Grünen bastelten die kleinen Gäste mit Bezirksbeirätin Regina Jutz Vogelhäuschen. Ein Höhepunkt nicht nur für die Buben war die Feuerlöschaktion der Jugendfeuerwehr Innenstadt unter Leitung von Andreas Gärtner, die mit zwei großen Fahrzeugen angerückt war. Als die Gruppe Gams‘n‘Rossiers am Abend die Bühne rockte, war der gemütliche Biergarten unter Bäumen bis auf den letzten Platz gefüllt. Sologitarrist und Leadsänger Werner Müller, Franz Bauknecht (Keyboard, Bass und Gesang), Edgar Reutter (Bass, Gitarre, Blues-Harp und Gesang) und Frank King (Schlagzeug und Gitarre) gaben auf ihrer Fahrt von der musikalischen Mainstreet in Richtung Fun-Highway richtig Gas.

Gut besucht war auch der ökumenische Gottesdienst am Sonntagmorgen. Den anschließenden Frühschoppen in nachbarschaftlicher Runde umrahmten Hans Frauenschuh & Friends mit Popsongs der vergangenen Jahrzehnte.