Oststadt / Schwetzingerstadt

Schwetzingerstadt Neue biblische Ausstellung für alle Sinne eröffnet und gleich wieder geschlossen

Zeitreise zum Leben Jesu gleich beendet

Der rote Teppich ist ausgerollt für den Superstar – denn das war Jesus Christus inmitten der Menschen vor über 2000 Jahren. Jetzt eröffnete die Ausstellung „Biblische Zeitreise – Ein Sinnenpark“ zum Leben Jesu im Gemeindesaal der Friedenskirche. Ausstellungsidee ist es, die Geschichte der Bibel Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern über alle Sinneskanäle eindrücklich zu vermitteln. Doch aus aktuellem Anlass ist kein Besuch für die vielen Gruppen, die sich bereits angemeldet hatten, mehr möglich.

Fragen des Menschseins

Geführt von Reiseleitern in historischen Gewändern werden den Passagieren mittels interaktiver Kulissen sechs Stationen präsentiert, in denen sie das Leben Jesu zum Greifen nahe miterleben können. Von der Taufe im Jordan über die Hochzeit zu Kana und Sturmstillung, die Geschichten einer von Zöllner Zachäus bis hin zum Tod am Kreuz mit Ausblick auf die Auferstehung treten die Besucher in die Welt des alten Israel ein und erleben intensiv mit, was die Geschichte der Menschheit verändert hat.

„Wir freuen uns sehr, dass es dank Stadtjugendpfarrer Oliver Seel sowie Pfarrerin Maibritt Gustrau und Lehrvikar Sebastian Degen von der ChristusFriedenGemeinde möglich ist, den Sinnenpark zum Leben Jesu im Gemeindehaus der Friedenskirche zu präsentieren“, sagte Dekan Ralph Hartmann. Die biblischen Geschichten führten die Besucher zu grundlegenden Fragen des Menschseins. „Es geht um Vertrauen, um Schuld und Scheitern, um Vergebung, um den Sinn des Lebens und um die Frage was bleibt, wenn ich nicht mehr bin“, so Hartmann. „Der besondere Charme dieser Inszenierung besteht darin, dass die Geräusche, die Töne, die Gerüche, die Bewegungen und Berührungen real erlebbar sind und nicht virtuos in der digitalen Welt stattfinden“, schwärmte der Dekan. Das sei auch der große Erfolg dieses Sinnepark-Konzeptes seit 20 Jahren. „Die Besucher sind hautnah dabei und werden durch angeleitete Bewegungen, Sounds und Hörszenen aktiv in das Geschehen eingebunden“, zeigte Jugendpfarrer Oliver Seel. Das Konzept der Ausstellung geht auf den „Ostergarten“ zurück, der von Lutz Barth für die evangelische Landeskirche entwickelt und bundesweit bereits von einer Million Menschen besucht wurde. Wegen des großen Platzbedarfs vom „Ostergarten“ mit bis zu sechs Räumen hat Barth mit „Biblische Zeitreise“ eine kleinere Version für nur einen Raum neu entwickelt.

Nach der Premiere in Blankenloch war Mannheim die zweite Station des „Sinnenparks“. Eigentlich sollten die Geschichten aus dem Leben Jesu im Gemeindesaal der Friedenskirche in der Traitteurstraße 50 bis Ende März interaktiv erfahrbar sein. Doch die Veranstalter vor Ort, die Kooperationsregion Mitte bestehend aus ChristusFriedenGemeinde, CityGemeinde Hafen-Konkordien, Thomasgemeinde, Personalgemeinde Trinitatis und die Evangelische Jugend Mannheim haben die Ausstellung „wegen der Veranstaltungsbeschränkungen der Stadt Mannheim zur Cornonakrise“ geschlossen. ost