Pflege

Was Tiere so alles können…

Archivartikel

 Tiere haben ein ganz besonderes Gespür und das vor allem bei kranken und hilfebedürftigen Menschen. Durch ihre Präsenz können sie trösten, erheitern oder auch unterstützen, wie z.B. Besuchs- und Therapiehunde. Dies kann man häufig in der Praxis beobachten und ist wissenschaftlich auch belegbar.Genau wie wir Menschen, haben auch Tiere ihre eigene Persönlichkeit und besondere Wesenszüge. Nicht jedes Tier, insbesondere nicht jeder Hund, eignet sich dazu ein Besuchs- oder Therapiehund werden. Das weiß auch Denise Townsend-Hoffmann, Teammitglied bei Nurse to rent und ‚Frauchen‘ von Felina, einer ganz besonderen Hündin….


Die Erkenntnisse einer pflegenden Angehörigen - Frau G. erläutert ihre Sicht der Dinge


Um etwas mehr über Felina, ihres Zeichens ein Bearded Collie, und die Arbeit mit ihr herauszufinden habe ich mich auf den Weg nach Hockenheim gemacht zu unserem Pflegenetzwerkpartner Nurse to rent.

Nurse to rent ist Teil der ZPM GmbH und widmet sich seit mehr als 10 Jahren der Überlassung von medizinischen Fachkräften an Kliniken, Praxen sowie anderen med. Einrichtungen, wenn diese z.B. temporär einen personellen Engpass haben. Schon beim Betreten der Räumlichkeiten wird man herzlich empfangen und spürt das offene und gute Arbeitsklima sowie das harmonische Miteinander. Dies ist besonders Herrn Thomas Braun, dem Gründer des Unternehmens zu verdanken, der seine Mitarbeiter fördert und stets bereit ist neue Wege zu gehen. Ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie ist das vielfältige soziale Engagement, wie z.B. beim Sterntaler Spendenlauf oder auch „Anpfiff ins Leben“ und so kam es, dass die Idee eines Besuchshundes großen Anklang in der Geschäftsführung fand. Daher ist seit Mitte 2018 ist Felina fester Bestandteil des Unternehmens und zudem ein äußerst beliebtes Teammitglied.

Frau Townsend-Hoffmann, was hat Sie dazu bewegt, sich zu engagieren und Ihren Hund zum Therapiehund auszubilden?

„Das hat sich eigentlich ganz zufällig ergeben. Doch vorwiegend aus dem Wunsch heraus, etwas Gutes zu tun und sich sozial zu engagieren. Es hat sich schon lange der Gedanke bei mir festgesetzt, mit einem Seniorenheimbewohner spazieren zu gehen oder einfach aus der Zeitung vorzulesen. Als klar war, dass unsere Hündin Kleris ihren Lebensweg beenden wird, hatte ich schon konkret daran gedacht einen Hund auszubilden, mit dem ich etwas Besonderes bewegen kann. Und so kam Felina in unser Leben und damit spannende Zeiten.“ 

Gibt es bestimmte Hunderassen, die für einen solchen ‚Einsatz‘ geeignet sind?

„Tatsächlich ist der Charakter und die Persönlichkeit des Hundes entscheidend. Ein aufgeschlossenes und freundliches Wesen sind essentiell. Er sollte auch nicht zu schreckhaft sein. Es ist zudem wichtig sich eine gute Ausbildungsstätte zu suchen. Im Vorfeld wird in einem Eignungstest das Wesen und die Fähigkeiten geprüft. So wird schon relativ früh klar, ob der Hund für solch eine Ausbildung geeignet ist. Besonders wichtig ist es zu sehen, wie das Tier reagiert, wenn ihm etwas zu viel wird oder es unter Stress steht. Hier zählt vor allem die gute Mensch-Hund-Beziehung. Die von mir ausgewählte Schule legt ein ebenso großes Augenmerk auf die Qualität der Ausbildung sowie die Harmonie zwischen Hund und Besitzer.“

Wie muss man sich so eine Ausbildung vorstellen?

„Die Ausbildung von Felina zum Besuchshund erstreckt sich über mehrere Monate, ist sehr praxisorientiert mit wechselnden Dozenten gestaltet und wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Das regelmäßige Üben zuhause zwischen den einzelnen Trainingseinheiten festigt das Ständige Wiederholen das Gelernte. Dadurch entstehen eine gute Bindung und Vertrauen. All das ist wichtig für die Weiterentwicklung des Teams von Mensch und Hund. Ebenso festigt das ständige Wiederholen das Gelernte.“

Welche Einflüsse hat ein Besuchshund wie Felina auf die Menschen?

„In den letzten Monaten konnte ich bereits in der Firma die positiven Auswirkungen von der Anwesenheit Felinas bei meinen Kollegen beobachten. In Stresssituationen oder bei Anspannungen wirkt eine Streicheleinheit Wunder. Es ist zudem wissenschaftlich bewiesen, dass Tiere positiv auf das Nervensystem der Menschen wirken, z.B. wird der Blutdruck und Puls gesenkt. Auch wenn wir spazieren gehen, sind Menschen sehr aufgeschlossen und verändern sich in positiver Hinsicht. Mittlerweile besuchen wir gemeinsam regelmäßig ein Pflegeheim. Die Anwesenheit von Felina lässt die vorwiegend die demenzkranken Menschen dieser Station bereits während des Besuchs richtig aufblühen.

Meine Aufgabe als Besitzerin ist es, ein Augenmerk auf meinen Hund zu haben, da diese Besuche für alle Beteiligten nicht unanstrengend sind und ich einschätzen muss, wieviel ich Felina und mir zumuten kann. Aber diese Herausforderung nehmen wir gerne an und freuen uns auf viele zukünftige Besuche in Seniorenheimen und anderen Organisationen.“

Nachdem was Sie mir jetzt alles erzählt haben sind wir sehr neugierig auf Sie und Felina und freuen uns Sie am Pflegeforum begrüßen zu dürfen.


Wichtige Info:
Da Felina und Ihr Frauchen an diesem Tag bereits einen weiteren Ausbildungstag zum Therapiehundeteam haben, können Sie nur zu Beginn des Pflegeforums am 27.10.2019 zwischen 11.00 und 12.00 kommen.

 

Ihre Waltraud Gehrig    

 

Mehr über das Pflegeforum und alle Details zum Rahmenprogramm und den Vorträgen finden Sie auf: www.pflegeforum-mannheim.de