Politik

USA Trump-Anwalt bestätigt Zahlung nach wochenlangen Abwehrversuchen

130 000 Dollar an Sex-Star

Washington.An diesem Valentinstag dürfte das Klima zwischen Donald (Bild) und Melania Trump im Weißen Haus noch eisiger gewesen sein als sonst schon. Die großen US-Medien berichteten gestern prominent über die Bestätigung einer ominösen Zahlung von Trumps langjährigem Rechtsvertreter an die 38-jährige Stephanie Clifford, die als Sexdarstellerin unter dem Namen „Story Daniels“ auftritt.

Nach wochenlangen Abwehrversuchen gab Cohen erstmals zu, die vom „Wall Street Journal“ Anfang des Jahres exklusiv berichtete Zahlung in Höhe von 130 000 US-Dollar aus eigener Tasche geleistet zu haben. Und zwar durch eine Briefkastenfirma, die er eigens dafür ins Leben gerufen hatte. „Die Zahlung an Frau Clifford war rechtens, und es war weder eine Wahlkampfspende noch eine Wahlkampfausgabe von irgendjemandem“, erklärte der persönliche Anwalt Trumps.

Mit diesem Eingeständnis katapultierte Cohen ungewollt eine Geschichte in die Schlagzeilen, die Trump am liebsten vergessen machen möchte. Dabei geht es um eine mutmaßliche Affäre, die er in den Tagen nach der Geburt seines jüngsten Sohnes Barron mit „Stormy Daniels“ gehabt haben soll. Die schlüpfrigen Details des Verhältnisses finden sich in einem Interview mit Clifford ausgebreitet, dessen Manuskript das Boulevard-Magazins „In Touch“ veröffentlicht hatte.

Demnach begann die einjährige Affäre mit einer sexuellen Begegnung am Rande eines Golfturniers im Juli 2006. Der Chefredakteur des renommierten Online-Magazins „Slate“, Jacob Weisberg, der mit Clifford vor den Präsidentschafts-Wahlen im November 2016 in Kontakt stand, bestätigte die Version von „In Touch“. Laut Weisberg verlangte die Sex-Darstellerin damals auf dem Höhepunkt des Wahlkampfs eine Schweigegeld-Zahlung in sechsstelliger Höhe.