Politik

Libyen Übergangsregierung soll gewählt werden

45 buhlen um die Posten

Archivartikel

Genf.In der Schweiz hat der Prozess zur Wahl einer Übergangsregierung für das Bürgerkriegsland Libyen begonnen. UN-Vermittlerin Stephanie Williams rief die Mitglieder des mit der Wahl beauftragten Dialogforums beim Auftakt am Montag auf, diejenigen zu wählen, die das Wohl des libyschen Volkes über Eigeninteressen stellen. Es sei ermutigend, dass sich so viele Kandidaten um die vier Positionen bewerben, insgesamt 45. „So ein Wettbewerb ist nur möglich, wenn die Waffen schweigen“, sagte sie. Am 24. Dezember soll eine Parlamentswahl stattfinden. „Dieses Versprechen muss eingehalten werden, koste es, was es wolle“, mahnte die US-Diplomatin.

In Libyen war nach dem Sturz des Herrschers Muammar al-Gaddafi 2011 ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Dabei kämpft die Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch mit Sitz in Tripolis gegen die Truppen von General Chalifa Haftars, der vom Parlament in Ostlibyen unterstützt wird. Im Oktober 2020 hatten sich die verfeindeten Seiten auf eine Waffenruhe geeinigt. dpa

Zum Thema