Politik

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So kommentieren SPD-Delegierte der Region die Entscheidung des Parteitags für Gespräche mit der Union.

Peter Simon (Mannheim)

„Keiner von uns wünscht sich per se eine große Koalition. Aber wir sind nicht nur in der Verantwortung für die Weiterentwicklung Deutschlands, sondern auch für die gute Fortentwicklung von Europa. Und daher finde ich, dass wir keinerlei Optionen ausschließen sollten.“

Lothar Binding (Heidelberg)

„Ich halte die Entscheidung des Parteitags für sehr vernünftig. Wir müssen erstmal mit der CDU reden und überlegen, welche sozialdemokratische Themen wir umsetzen könnten. Und dann wird man sehen, ob es auf eine Duldung einer Minderheitsregierung, eine große Koalition oder auf eine projektbezogene Zusammenarbeit hinausläuft. Die Gespräche sind ergebnisoffen, und das finde ich eine gute Sache.“

Wolfgang Katzmarek (Mannheim)

„Es ist eine selbstverständlichkeit für mich, dass demokratische Parteien miteinander reden. Allerdings gibt es Voraussetzungen: Es wird natürlich Sondierungen geben, dann wird ein außerordentliche Parteitag die Ergebnisse bewerten. Und sollte es dann zu Koalitionsverhandlungen kommen, wird es einen Mitgliederentscheid über deren Ergebnisse geben. Das Wahlergebnis von Schulz ist ein ehrliches Ergebnis. Ich halte es für ein gutes Ergebnis in so einer schwierigen Parteisituation .“ mig (Bilder: dpa/ZG)