Politik

Affären Meuthen schweigt zu Spendenvorwürfen

AfD hält Dexit für nötig

Archivartikel

Offenburg.Inmitten der Debatten über dubiose Spenden hat die AfD ihren Europawahlkampf mit Kritik an der EU eingeläutet. Spitzenkandidat Jörg Meuthen sagte in Offenburg mit Blick auf den Zustand der EU, man habe es hier mit einem „ziemlich kranken Patienten zu tun, bei dem etliche wichtige Vitalfunktionen nicht mehr richtig funktionieren“.

Die Europawahl ist in Deutschland am 26. Mai. Die AfD hält laut ihrem Wahlprogramm Deutschlands Austritt aus der EU (Dexit) für unausweichlich, falls sich die EU in absehbarer Zeit nicht radikal verändern sollte. Seit Wochen steht die AfD wegen dubioser Spenden im Fokus der Öffentlichkeit. Meuthen äußerte sich am Samstag nicht konkret zu den Vorwürfen. Er sprach von Verschwörungstheorien, die aufgezogen würden, um die AfD zu verunglimpfen. Die Wähler durchschauten diese Absichten. Daher werde die Debatte der AfD nicht schaden.

Gegen Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel und andere Mitglieder ihres Kreisverbands am Bodensee wird wegen Spenden in einer Höhe von 132 000 Euro ermittelt, die 2017 von einer Schweizer Firma überwiesen worden waren. Die AfD zahlte das Geld zurück. Deutsche Parteien dürfen keine Spenden von Gönnern annehmen, die nicht EU-Bürger sind. dpa

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