Politik

Attentat Venezuela gibt Ex-Präsident Schuld

Amtswechsel von Konflikt überschattet

Caracas.Nach dem möglichen Anschlag auf den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro sollen die mutmaßlichen Täter wegen Terrorismus und Landesverrat angeklagt werden. „Die Täter und ihre direkten Helfer wurden identifiziert“, sagte Generalstaatsanwalt Tarek William Saab. Bislang seien sechs Verdächtige festgenommen worden. Nach den Hintermännern werde noch gesucht.

Nach Regierungsangaben hatten die Täter am Samstag während einer Militärparade versucht, einen Bombenanschlag mit Drohnen auf Maduro zu verüben. Der Staatschef blieb unverletzt.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen

Maduro bezichtigte den kolumbianischen Ex-Präsidenten, Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos, der Urheberschaft. „Es gibt klare Beweise für die Beteiligung der Regierung des scheidenden kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos“, sagte der autoritär regierende Sozialist. „Die Mörder und Terroristen wurden von kolumbianischen Trainern ausgebildet.“

Nach dem angeblichen Anschlagsversuch hat die Luftfahrtbehörde im benachbarten Kolumbien den Einsatz von Drohnen beim Amtsantritt von Staatschef Iván Duque untersagt. Duque legte gestern Abend seinen Amtseid als neuer Präsident Kolumbiens ab. Der konservative Politiker übernahm die Regierungsgeschäfte von seinem Vorgänger Juan Manuel Santos. Zehn Staats- und Regierungschefs sowie Delegationen aus 17 Ländern nahmen an der Amtseinführung im Zentrum der Hauptstadt Bogotá teil. dpa