Politik

Lateinamerika Komplott gegen Venezuelas Präsident

Anschlag mit Drohnen

Archivartikel

Caracas/Bogotá.Der Präsident des krisengeschüttelten Venezuela, Nicolás Maduro, ist nach Regierungsangaben einem Mordanschlag mit Drohnen unverletzt entgangen. Im Staatsfernsehen war mindestens eine Explosion zu hören, während Maduro am Wochenende vor Tausenden Mitgliedern der Nationalgarde auf einer Straße in Caracas eine Rede hielt. Das Fernsehen zeigte Bilder, wie Leibwächter den Staatschef abschirmten. Später wurden nach Behördenangaben sechs Menschen festgenommen. Dabei seien auch mehrere Fahrzeuge beschlagnahmt und Beweise sichergestellt worden.

Maduro hatte den scheidenden Präsidenten des Nachbarlandes Kolumbien, Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos, sowie rechte Kräfte in den USA bezichtigt, Drahtzieher des Komplotts zu sein. Kolumbiens Regierung wies die Vorwürfe kategorisch zurück. Direkt nach dem Zwischenfall kamen Zweifel an der offiziellen Attentatsversion auf. Kritiker befürchten, dass der Vorfall nun zur Verschärfung der Repression genutzt wird. 

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