Politik

Sommerkongress „Fridays for Future“-Aktivisten rufen zum Streik am 20. September auf

Appell an alle Generationen

Archivartikel

Dortmund.Vertreter der Bewegung „Fridays for Future“ (Freitage für die Zukunft) haben zum Abschluss ihrer Tagung in Dortmund die Bevölkerung aufgerufen, sich am 20. September an Klima-Demonstrationen zu beteiligen. „Wir rufen alle Generationen auf, auf die Straße zu gehen, weil die junge Generation nicht alleine das Klima retten kann und sollte“, sagte Carla Reemtsma (21) vom Organisationsteam des Sommerkongresses zum Abschluss am Sonntag.

Am 20. September will das Klimakabinett der Bundesregierung ein Paket mit konkreten Klimaschutzmaßnahmen beschließen. „Wir werden an dem Tag streiken, um den Druck aufrechtzuerhalten, dass wir da vernünftige Maßnahmen brauchen“, sagte Reemtsma weiter.

An dem ersten bundesweiten Treffen der Klimaschutz-Bewegung hatten nach Angaben der Veranstalter seit Mittwoch insgesamt rund 1700 Menschen teilgenommen. Die Organisatoren zogen eine positive Bilanz. „Wir haben aus meiner Sicht alle Ziele erreicht“, sagte Mitorganisator Jakob Blasel (18). Reemtsma ergänzte: „Wir haben uns sehr, sehr gut vernetzt. Wir gehen jetzt mit noch mehr Energie in den Herbst zum großen globalen Klimastreik.“ Blasel betonte die Forderungen der Bewegung: „Wir wollen den Kohleausstieg, wir brauchen eine CO2-Steuer, und es müssen alle fossilen Investitionen beendet werden.“

Unterdessen hat die Begründerin der „Fridays for Future“-Bewegung vor ihrer großen Reise über den Atlantik ihrer Heimat bis auf Weiteres den Rücken gekehrt. Die 16 Jahre alte Greta Thunberg startete am Samstag in Stockholm ihre Tour, die sie im Laufe der kommenden Monate in die USA und nach Chile bringen soll. Zunächst reist Thunberg nach Lausanne in die Schweiz. Dort treffen sich von Montag bis Freitag junge Klimaaktivisten aus Dutzenden Ländern zu einer internationalen Konferenz. dpa

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