Politik

Hambacher Forst Internetseite vorübergehend lahmgelegt

Attacke auf RWE

Archivartikel

Kerpen.Im Braunkohlegebiet Hambacher Forst haben die Behörden die Räumung der Baumhäuser an einer symbolträchtigen Stelle fortgesetzt. Sie ordneten gestern an, die Gedenkstätte für den in der vergangenen Woche ums Leben gekommenen 27-jährigen Journalisten zu entfernen. Mehrere Aktivisten brachten die Kerzen und Blumen daraufhin weg. Der Energiekonzern RWE untersuchte eine Cyber-Attacke, die die Internetseite des Energiekonzerns am Montag lahmgelegt hatte. Das Unternehmen habe Strafanzeige gegen unbekannt erstattet, sagte ein RWE-Sprecher. Gestern Morgen lief die Seite nach Auskunft des Sprechers wieder wie üblich.

50 Baumhäuser geräumt

Bislang seien etwa 50 Baumhäuser von Aktivisten geräumt worden, die gegen eine Rodung des Waldes demonstrieren, sagte ein Polizeisprecher. Etwa 20 Baumhäuser gebe es noch. Die Räumung der Gedenkstätte für den tödlich verunglücken Journalisten lief friedlich ab, wie ein dpa-Reporter berichtete. Eine kleine Gruppe von Aktivisten habe nach einer Schweigeminute die Kerzen ausgepustet und gemeinsam mit den Blumen und Fotos in bereitgestellte Kisten gepackt. Die Polizei half ihnen dabei. Nach Abschluss der Arbeiten könne die Gedenkstätte wieder am Unglücksort aufgebaut werden, versprach die Polizei. Der 27-Jährige war am Mittwoch in dem von Aktivisten besetzt gehaltenen Waldgebiet durch die Bretter einer Hängebrücke gebrochen, die zwischen zwei Baumhäusern gespannt war. Er starb noch am Unglücksort. Die Landesregierung hatten daraufhin die Räumung der Baumhütten vorübergehend gestoppt. dpa