Politik

Digitalpakt Lehrer beurteilen Bedarf der Schulen

Bestenfalls „befriedigend“

Berlin.In deutschen Klassenzimmern besteht nach Ansicht der Lehrer weiterführender Schulen Verbesserungsbedarf. Laut einer Umfrage des IT-Verbands Bitkom sind nahezu alle Befragten (95 Prozent) der Ansicht, dass die Schulen in Deutschland bei der Digitalisierung im internationalen Vergleich hinterherhinken. Die technischen Voraussetzungen ihrer Schule bewerten die Lehrer auf einer Notenskala gerade noch mit „befriedigend“ (3,3).

Dabei schneidet die Geschwindigkeit der Internetverbindung mit 2,9 noch am besten ab, gefolgt von der Aktualität der Endgeräte (3,2). Nur auf ein „ausreichend“ kommt dagegen die Schnelligkeit bei der Behebung technischer Probleme (3,7) oder die Anzahl der Endgeräte in Relation zur Schülerzahl (3,9). Für die repräsentative Umfrage wurden mehr als 500 Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe I befragt.

Ungenügende Mittel

Derzeit wird der zwischen Bund und Ländern ausgehandelte Digitalpakt auf den Weg gebracht. Fünf Milliarden Euro sollen dabei vom Bund für die digitale Ausstattung der Schulen fließen, obwohl dieser für Bildung nicht zuständig ist. Nahezu alle befragten Lehrer (93 Prozent) sind der Meinung, dass diese angekündigten Mittel nicht ausreichen.

Mehr als die Hälfte (54 Prozent) gab an, dass sie gern häufiger digitale Technik einsetzen würden. Allerdings scheitern sie an fehlenden Geräten (58 Prozent), fehlenden pädagogischen Konzepten (13 Prozent) oder an eigenen Digital-Kenntnissen (12 Prozent). dpa