Politik

Amtsenthebung Schwere Vorwürfe gegen US-Präsident

Bolton macht Druck

Archivartikel

Washington.Eine brisante Aussage des geschassten Nationalen Sicherheitsberaters, John Bolton, bringt neue Bewegung in das Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump. Der Präsident soll einem Medienbericht zufolge Bolton im August gesagt haben, er wolle die fast 400 Millionen Dollar umfassende Militärhilfe für die Ukraine so lange zurückhalten, bis Kiew Ermittlungen gegen seinen politischen Rivalen Joe Biden einleite. Das berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf Auszüge aus einem unveröffentlichten Buch-Manuskript Boltons. Dies widerspricht einem Kernpunkt von Trumps Verteidigung. Der Präsident wies die Darstellung auch umgehend zurück. Die Demokraten dagegen erneuerten – umso vehementer – ihre Forderung, Bolton als Zeugen vorzuladen.

Boltons Darstellung widerspricht einem zentralen Argument Trumps und seines Verteidigerteams. Sie beharren darauf, dass der Präsident die Ermittlungen keineswegs an Militärhilfe für die Ukraine geknüpft habe. Trump schrieb auf Twitter, er habe Bolton nie etwas über eine vermeintliche Verbindung erzählt. dpa

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