Politik

Türkei Festgenommener Hesse soll sich äußern

Botschaft sucht Kontakt

Istanbul.Nach der Festnahme eines Deutschen in der Türkei müht sich die deutsche Botschaft um Kontakt zu dem Inhaftierten. „Wir haben noch keinen konsularischen Zugang. Wir haben den Betroffenen auch noch nicht sprechen können“, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amts, Maria Adebahr, am Mittwoch in Berlin. Deswegen wolle sie sich zu den von der türkischen Justiz erhobenen Vorwürfen auch nicht äußern.

Medienberichten zufolge war der 36-jährige Mann aus Hessen mit türkischen Wurzeln bereits Ende Juli bei der Einreise im türkischen Badeort Antalya festgenommen worden. Die Justiz wirft ihm laut WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ „Terrorpropaganda“ auf Facebook vor. Ein Haftrichter habe entschieden, dass der Mann wegen Fluchtgefahr zunächst in Untersuchungshaft bleiben müsse. Die könnte noch eine Weile dauern: In der Türkei beginnen am Wochenende die Bayram-Feiertage. Das ganze Land liegt dann tagelang lahm.

Facebook-Einträge, die die türkische Justiz als Terrorpropaganda oder auch Präsidentenbeleidigung wertete und verfolgte, sind Deutschen auf Urlaub in der Türkei schon mehrfach zum Verhängnis geworden. dpa

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