Politik

EU Johnson und von der Leyen verhandeln über Austritt

Brexit fehlt der Schwung

Archivartikel

Brüssel/London.Nach den enttäuschenden ersten Runden nehmen die Europäische Union und Großbritannien neuen Anlauf für die Verhandlungen über ein Handelsabkommen für die Zeit ab 2021. Man sei sich einig, dass „neuer Schwung erforderlich“ sei, erklärten beide Seiten nach einem Spitzentreffen am Montag. Wenn möglich, solle eine frühe Verständigung über die Prinzipien eines Abkommens erreicht werden. Aus London hieß es, man hoffe auf eine Einigung bis Sommerende.

Eine Verlängerung der Übergangsphase soll es auf Wunsch der Briten nicht geben, wie noch einmal offiziell festgehalten wurde. Die von den Unterhändlern vereinbarte Intensivierung der Gespräche im Juli begrüßten beide Seiten.

Der britische Premierminister Boris Johnson hält es für möglich, noch im kommenden Monat eine prinzipielle Einigung für ein Brexit-Anschlussabkommen mit der EU zu erreichen. „Wir sehen keinen Grund, warum das nicht im Juli zu schaffen sein sollte“, sagte Johnson in einem Fernsehinterview am Montag nach der Videokonferenz mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, Ratspräsident Charles Michel und Parlamentspräsident David Sassoli. dpa

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