Politik

„Das kann es nicht gewesen sein“

Die Mannheimer Akteure der „Maria 2.0“-Proteste wollen auch nach Ende der einwöchigen Aktion weitermachen. „Das kann es nicht gewesen sein“, so Gabriele Landler, Leiterin der Katholischen Hochschulgemeinde und mit Petra Heilig Koordinatorin in der Quadratestadt.

Nach den Protesten vor der Jesuitenkirche habe man eine Liste ausgelegt, in die sich Interessenten für weitere Treffen eintragen konnten. „Es gab eine lange Warteschlange“, so Landler – gezählt hat sie die Adressen noch nicht. „Wir werden daraus ein Netzwerk knüpfen und weitermachen“, kündigte sie an.

Landler und Heilig hatten – parallel zu weiteren Aktionen in Mannheimer Vororten – nicht nur dazu aufgerufen, dass Frauen in den Kirchenstreik treten. Sie zelebrierten auch einen eigenen kleinen Gottesdienst auf dem Schillerplatz. „Wir hatten 60 Sitzplätze auf Bierbänken, wir hatten 30 Liedblätter vorbereitet – aber das reichte bei Weitem nicht. Es waren mindestens 130 Leute da, auch Männer“, berichtet sie: „Es war richtig schön!“ Viele Frauen hätten auch den Brief an den Papst unterzeichnet, der schärfere Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal fordert. pwr