Politik

Verteidigung Bundeswehr verlangt neue Waffe

Debatte um Drohnen eröffnet

Archivartikel

Berlin.Soll auch die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen kämpfen und ferngesteuert töten können? Die politisch wie moralisch heikle Frage war im Koalitionsvertrag von Union und SPD ausgeklammert worden. Vor der Beschaffung müsse es erst eine Diskussion geben, heißt es dort. Am Montag begann sie.

Die Vertreter der Bundeswehr verlangten klar nach der neuen Waffe. „Wir wollen Drohnen zu unserem eigenen Schutz einsetzen“, sagte Generalinspekteur Eberhard Zorn. Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Abstandswaffen seien ein besseres Lagebild, Zeitgewinn für die militärischen Entscheider und höhere Präzision. Der scheidende Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels (SPD) suchte Bedenken zu zerstreuen, die Bundeswehr könne die Waffe ähnlich einsetzen wie die Amerikaner, die damit ohne Kriegserklärung an fast jedem Punkt der Welt Gegner eliminiere. Es gehe nicht um gezielte Tötungen, sondern nur „um ein weiteres Mittel, sich zu schützen“, so Bartels. SPD-Verteidigungspolitiker Fritz Felgentreu sagte, es müsse erst einmal „Schwarz auf Weiß“ festgelegt werden, wozu Drohnen eingesetzt werden sollten und wozu nicht. Dann könne man entscheiden. FDP, Union und AfD befürworten die Anschaffung, Linke und Grüne lehnen sie klar ab. Debattiert wurde auch über die Distanz zwischen dem „Drohnen-Piloten“ und dem Kriegsgeschehen.

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