Politik

Türkei Justiz spricht von „Terrorpropaganda“

Deutscher verhaftet

Archivartikel

Istanbul.In der Türkei ist Medienberichten zufolge erneut ein Deutscher bei der Einreise festgenommen worden. Einem 36-jährigen Mann mit türkischen Wurzeln aus Hessen werde von der türkischen Justiz wegen der Inhalte mehrerer Facebook-Einträge „Terrorpropaganda“ vorgeworfen, berichteten WDR, NDR und „Süddeutsche Zeitung“ am Dienstagabend.

Der Mann sei bereits Ende Juli in die Türkei geflogen und nach seiner Ankunft am Flughafen des Badeorts Antalya festgesetzt worden. Ein Haftrichter habe später entschieden, dass der Mann wegen Fluchtgefahr zunächst in Untersuchungshaft bleiben müsse.

Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es auf dpa-Anfrage, ein solcher Fall sei bekannt. Die Botschaft in der türkischen Hauptstadt Ankara und das Konsulat in Antalya seien informiert und leiteten „erforderliche Schritte“ ein. Details dazu gab es zunächst nicht.

Im Jahr 2017 hatte eine ganze Serie von Festnahmen deutscher Staatsbürger aus „politischen Gründen“ zu einer schweren Krise zwischen Berlin und Ankara geführt. Seitdem ist die Mehrzahl der aus diesen Gründen festgesetzten Deutschen freigekommen. dpa

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