Politik

Verteidigung Rekordsumme an Militärbündnis überwiesen

Deutschland legt bei Geld für Nato nach

Brüssel.Deutschland hat der Nato den größten Anstieg der Verteidigungsausgaben seit Jahrzehnten gemeldet. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr mit für das westliche Militärbündnis relevanten Ausgaben in Höhe von 47,32 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von mehr als fünf Milliarden Euro im Vergleich zu 2018 und einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Höhe von 1,35 Prozent. Einen solchen Anstieg hat es zumindest seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr gegeben.

Mit den Zahlen hofft die Bundesregierung, den bündnisinternen Streit um die Verteidigungsausgaben eine Zeit lang entschärfen zu können. US-Präsident Donald Trump beklagt eine unfaire Lastenteilung in der Nato und attackiert Deutschland wegen des vergleichsweise niedrigen Anteils seiner Verteidigungsausgaben am Staatsetat.

Streit über Zwei-Prozent-Ziel

Bei einem Nato-Gipfeltreffen im vergangenen Sommer hatte Trump sogar einen Austritt der USA nicht ausgeschlossen, sollten nicht alle Bündnispartner sofort zwei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung ausgeben. Hintergrund der US-Forderungen ist das Zwei-Prozent-Ziel aus dem Jahr 2014. Dieses wird unterschiedlich interpretiert. Nach Auffassung der USA haben sich alle Nato-Staaten verpflichtet, spätestens 2024 mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. dpa