Politik

Die nächste Seehofer-Irritation

Bundesinnenminister Horst Seehofer sorgt mit Ermahnungen an die Brexit-Unterhändler der EU-Kommission für Irritation in Brüssel. In einem gestern bekannt gewordenen Brief drang der CSU-Chef vorige Woche auf eine „uneingeschränkte Sicherheitszusammenarbeit“ mit Großbritannien auch nach dem EU-Austritt. EU-Chefunterhändler Michel Barnier ließ daraufhin erklären, das sei „nicht die Position des Europäischen Rates einschließlich Deutschlands“.

Heikel ist die Intervention, weil die EU strikt versucht, geschlossen gegenüber London aufzutreten. Seehofer übernimmt indes Positionen der britischen Premierministerin Theresa May. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker spielte die Bedeutung gestern herunter: Die Staats- und Regierungschefs legten die Verhandlungsposition fest. dpa