Politik

Ausschreitungen Entsetzen über Entwicklung in Leipzig

Drei Nächte Krawall

Archivartikel

Leipzig.Nach drei Nächten Krawall sieht Leipzig am Sonntag bei Sonnenschein fast wieder friedlich aus. Doch die Spuren der linksextremistischen Randale sind unübersehbar. Das Fenster eines Neubaus im Stadtteil Connewitz ist zertrümmert, an der Polizeistation zeugen dicke schwarze Farbkleckse und Einschlagspuren auf dem Sicherheitsglas von den Angriffen. Am Donnerstag, Freitag und Samstag haben aggressive Vermummte die Dunkelheit genutzt, um auf die Polizei loszugehen. Auslöser der Krawalle im Leipziger Osten und in Connewitz waren Hausbesetzungen, die von der Polizei beendet worden waren.

„Tatbestand von Tötungsdelikten“

Leipzigs Polizeipräsident Torsten Schultze nennt die Randalierer „augenscheinliche Linksextremisten“. Nur die gute Schutzausrüstung der Beamten habe dafür gesorgt, dass es bei den Einsätzen nur leichte Verletzungen gab. Insgesamt elf Beamte wurden demnach verletzt. „Die Angriffe auf die Polizeibeamten, die Angriffe auf die Polizeibeamten aus der Dunkelheit, die lassen mich nur an den Tatbestand von Tötungsdelikten denken: heimtückisch und mit Mitteln, die den Tod der Menschen, die getroffen werden, in Kauf nehmen“, sagte Schultze.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) verurteilte die Gewaltausbrüche „aufs Schärfste“. Die Debatte um bezahlbaren Wohnraum habe mit den Besetzungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen einen schweren Rückschlag erlitten, erklärte er. 

Zum Thema