Politik

Frankfurt Wieder Schreiben an türkischstämmige Anwältin

Drohungen gehen weiter

Frankfurt.Eine türkischstämmige Frankfurter Anwältin ist einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zufolge erneut bedroht worden. Das habe die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigt, meldete die Zeitung gestern. Dem Vernehmen nach sei das Schreiben wieder per Fax verschickt worden, diesmal aber nicht an die Anwältin, sondern an das Polizeipräsidium Frankfurt. Das hessische Innenministerium verwies auf laufende Ermittlungen.

Laut „FAZ“ gehen die Ermittler davon aus, dass das Schreiben an die Anwältin Seda Basay-Yildiz aus derselben Quelle stammt wie die vorhergehenden schriftlichen Drohungen. Es sei über dieselbe verschlüsselte Verbindung geschickt worden, so dass es nicht nachverfolgt werden könne. Unklar sei noch immer, wer hinter den Drohschreiben stecke.

Die Anwältin hat bereits mehrere Drohfaxe mit der Unterschrift „NSU 2.0“ erhalten. Nach dem ersten dieser Schreiben im August 2018 kam heraus, dass Hintergrundwissen über die Anwältin aus dem polizeilichen Informationssystem eines Computers einer Beamtin des 1. Reviers in Frankfurt abgefragt worden war. Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde eine mutmaßliche rechtsextreme Chatgruppe in der Frankfurter Polizei aufgedeckt. dpa